UNternehmen

Ein Wunderkind wird Erwachsen

Manager des Jahres Ulf M. Schneider ist der beste Konzernlenker seiner Generation und gleichzeitig auch der unbekannteste. Wer also ist der Mann? Eine Nahaufnahme.
Von Dietmar Palan

Was un­ter­schei­det ei­nen gu­ten Ma­na­ger, Wis­sen­schaft­ler oder Po­li­ti­ker von ei­nem au­ßer­ge­wöhn­li­chen? Ta­lent? Wil­le? Oder ist da noch et­was?

Ulf Mar­kus Schnei­der ist 15 Jah­re alt, als sein Va­ter an ei­nem Sams­tag­nach­mit­tag in sein Ju­gend­zim­mer im rhein­land-pfäl­zi­schen Neu­wied kommt. Ulf hat die Chan­ce, die zehn­te Klas­se des Gym­na­si­ums zu über­sprin­gen. Doch er zö­gert, bis der Va­ter sagt: „War­um willst du zwölf Mo­na­te län­ger in der Schu­le sein, wenn du die Zeit spa­ren und ir­gend­wo in der Welt et­was ma­chen kannst, das dich wirk­lich in­ter­es­siert?“ Ulf springt. Die Klas­sen­ka­me­ra­den sind plötz­lich nicht mehr so wich­tig.

Schnei­der ist 28 Jah­re alt, hat eine Pro­mo­ti­on in St. Gal­len und ein Exe­cu­ti­ve-Stu­di­um in Har­vard hin­ter sich, da soll er für sei­nen Ar­beit­ge­ber Ha­ni­el ei­nen klei­nen Bau­zu­lie­fe­rer in Ost­deutsch­land sa­nie­ren. Sein Chef will, dass er sich Un­ter­stüt­zung von Be­ra­tern wie McK­in­sey oder Bos­ton Con­sul­ting holt. Schnei­der, der No­vi­ze, wi­der­spricht: „Nein, das ma­che ich lie­ber selbst.“

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 12/2013.