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Potz Blitz!

Energie Kraftwerke werden abgewickelt, die etablierten Konzerne schrumpfen. Neue Anbieter drängen ins Stromgeschäft. Wer ist am besten gewappnet für die E-Moderne?

Die Glo­cken der evan­ge­li­schen Kir­che durch­drin­gen ohne gro­ße Kraft­an­stren­gung die vor­mit­täg­li­che Ruhe. Hier, in ei­ner klei­nen Sei­ten­stra­ße, pro­du­zie­ren die Elek­tri­zi­täts­wer­ke Rie­ger nun schon seit 1905 Strom für die würt­tem­ber­gi­sche Ge­mein­de Lich­ten­stein, im Tal der Echaz ge­le­gen, am Fuße der Schwä­bi­schen Alb.

Ein ein­sa­mer Ver­teil­mast, den die Fach­leu­te Netz­kno­ten­punkt nen­nen, steht ne­ben ei­nem un­schein­ba­ren Flach­bau aus den 60er Jah­ren. Zu ebe­ner Erde das rie­ger­sche Elek­tro­f­ach­han­dels­ge­schäft, im Rück­raum die Bü­ros, in der ers­ten Eta­ge ein Be­spre­chungs­raum, der mit Er­in­ne­rungs­stü­cken (Mess­ge­rä­te, Re­chen­ma­schi­nen, Glüh­lam­pen) aus den An­fän­gen des Be­triebs be­stückt ist. Ein Pla­kat im Schau­fens­ter wirbt für den ört­li­chen Mu­sik­ver­ein ("Blas­mu­sik zum Ge­nie­ßen"), das nahe ge­le­ge­ne Mär­chen­schloss zieht Groß­el­tern-Kind-Grup­pen auf die Alb­hö­he. Alt­deut­sche Strom­ro­man­tik, möch­te man mei­nen.

Doch der Ein­druck täuscht. Hin­ter dem Idyll tönt der Schlach­ten­lärm des neu­en En­er­gie­zeit­al­ters. „So et­was habe ich noch nicht er­lebt“, sagt Rie­ger-Ge­schäfts­füh­rer Alex­an­der-Flo­ri­an Bürk­le (42), ein auf­ge­weck­ter Jung­ma­na­ger, der sei­ne Lau­gen­bre­zeln gern selbst be­but­tert.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 12/2013.