Kommentar

Das Regieren ist schön

Angela Merkels drittes Kabinett erliegt der Illusion der guten Zahlen.

_____ Dies sind die fet­ten Jah­re. Die Kas­sen voll, die fi­nan­zi­el­len Gren­zen weit ge­steckt, die na­tio­na­le Wett­be­werbs­fä­hig­keit welt­weit ge­fürch­tet - eine schier un­er­träg­li­che Leich­tig­keit hat die schwarz-ro­ten Ko­ali­ti­ons­an­wär­ter er­fasst. Ent­spre­chend ent­spannt setz­ten sie sich an die Ver­hand­lungs­ti­sche.

An­ge­la Mer­kels ers­te (schwarz-rote) Re­gie­rung hat­te eine Mis­si­on: Kon­so­li­die­rung des Staats­haus­halts. Ihre zwei­te (schwarz-gel­be) Mann­schaft hielt fi­nanz­po­li­tisch im­mer­hin halb­wegs Kurs. Die Ad­mi­nis­tra­ti­on Mer­kel III scheint nun das Prin­zip Füll­horn zur Ma­xi­me zu er­he­ben. Und das kommt zur Un­zeit.

Denn so güns­tig wie ge­gen­wär­tig wird die Lage nicht blei­ben. Jetzt wäre die Zeit, Puf­fer an­zu­le­gen für kom­men­de dür­re­re Zei­ten. Eine Stra­te­gie üb­ri­gens, die Mer­kel selbst dem Rest Eu­ro­pas mit dem „Fis­kal­pakt“ auf­ge­nö­tigt hat. Aber der­ar­ti­ge Wi­der­sprü­che schei­nen in Ber­lin nie­man­den zu stö­ren.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 12/2013.