Karriere

Abserviert und abgeschrieben

Zweite Chance Deutschland kennt kaum Gnade für Topmanager, die einmal gescheitert sind. Eine Rückkehr ist möglich - muss aber klug vorbereitet werden.

Franz Koch

Mar­cus Kos­sen­dey ist ein hoch­ge­wach­se­ner, freund­li­cher Kerl von 47 Jah­ren, der eine brau­ne Horn­bril­le trägt, glatt zu­rück­ge­kämm­tes Haar und an die­sem son­nen­rei­chen Ok­to­ber­tag in ei­nem Mün­che­ner Bier­gar­ten ei­nen ziem­lich auf­ge­räum­ten Ein­druck hin­ter­lässt.

Vor gut ei­nem Jahr war das noch ganz an­ders. Da hat­te er mehr und mehr den An­trieb ver­lo­ren. Mor­gens quäl­te sich Kos­sen­dey aus dem Bett. Trü­be Ge­dan­ken und Zwei­fel nag­ten an ihm. Wenn es ganz schlimm war, half nur ein Spa­zier­gang oder ein Ge­spräch mit An­ge­hö­ri­gen. „An ein Auf­rap­peln war zeit­wei­lig nicht zu den­ken“, sagt Kos­sen­dey.

Der Ma­na­ger hat­te das ab­rup­te Ende sei­ner bis da­hin stei­len Kar­rie­re nicht ver­daut. Ende 2011 hat­te er so­zu­sa­gen von ei­nem auf den an­de­ren Tag sei­nen Pos­ten als Vor­stands­vor­sit­zen­der beim Fa­mi­li­en­un­ter­neh­men Wöhrl (Mo­de­haus Wöhrl, Sinn Lef­fers) ab­ge­ben und eine Auf­he­bungs­ver­ein­ba­rung un­ter­zeich­nen müs­sen. Der dor­ti­ge Pa­tron woll­te es so.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 12/2013.