Karriere bei ...

Amazon

Ein Job bei dem Internetgiganten ist etwas für Unerschrockene.

_____ Die Rechts­ab­tei­lung von Ama­zon in Deutsch­land hat Bar­ba­ra Sca­ra­fia 14 Jah­re lang ge­lei­tet, jetzt ist sie auf dem Sprung nach Lu­xem­burg, um ab 2014 die ju­ris­ti­schen Ge­schi­cke des On­line­kon­zerns in ganz Eu­ro­pa zu füh­ren. „Grö­ßer als mein bis­he­ri­ger Ar­beits­platz wird der neue nicht sein, und er wird in ei­nem Groß­raum­bü­ro lie­gen“, sagt sie. Dann lacht die Top­ju­ris­tin. Denn so ist das bei Ama­zon: Grün­der Jeff Be­zos ist nichts so zu­wi­der wie Ver­schwen­dung. Üppi­ge Ge­häl­ter, flie­gen in der Busi­ness­class, kos­ten­lo­ses Bio­mit­tag­es­sen - wer nach den ty­pi­schen An­nehm­lich­kei­ten der Tech-Sze­ne strebt, soll­te sich lie­ber bei Drop­box be­wer­ben. Im­mer­hin: Ama­zons künf­ti­ge Chef­jus­ti­zi­a­rin für Eu­ro­pa wird ei­nen ech­ten Schreib­tisch vor­fin­den und kei­nen der Door­desks, wie ihn die meis­ten US-Kol­le­gen be­nut­zen. Die „Tür­ti­sche“ sind um­ge­wid­me­te bil­li­ge Tür­span­plat­ten - ei­ner der vie­len Be­zos-Spleens.

Sca­ra­fia ficht der Spar­tick nicht an, eben­so we­nig die Image­kri­se, die der welt­weit größ­te On­line­händ­ler ge­ra­de durch­lebt, seit An­ge­stell­te in den Lo­gis­tik­zen­tren welt­weit ge­gen schlech­te Ar­beits­be­din­gun­gen pro­tes­tie­ren: „Ama­zon ist ei­nes der in­no­va­tivs­ten Un­ter­neh­men der Welt und ei­ner der span­nends­ten Ar­beit­ge­ber über­haupt. Wer hät­te ge­dacht, dass wir so groß ins Cloud-Com­pu­ting ein­stei­gen wür­den?“, sagt sie. In der Tat ist der als Buch­händ­ler ge­star­te­te Kon­zern heu­te auch im Ta­blet-Ge­schäft tä­tig, be­treibt ei­ge­ne Film­stu­di­os und ver­gibt Kre­di­te. Ent­spre­chend viel­fäl­tig sind die Mög­lich­kei­ten für Mit­ar­bei­ter. Wer im On­line­han­del star­tet, kann auch in der Kind­le-Spar­te auf­stei­gen. Auf­ent­hal­te in den USA, in Ja­pan oder eu­ro­päi­schen Län­dern ge­hö­ren dazu für in Deutsch­land ein­ge­stell­te Fach- und Füh­rungs­kräf­te. Denn die Ama­zon-Teams ar­bei­ten in­ter­na­tio­nal eng zu­sam­men; Sca­ra­fia etwa be­treu­te den Launch der ita­lie­ni­schen Web­sei­te.

_____ Für fin­di­ge Köp­fe noch wich­ti­ger: Die Ide­en für neue Ge­schäf­te kom­men oft von den An­ge­stell­ten selbst. Es ist ei­nes der obers­ten Ama­zon-Prin­zi­pi­en - je­der hält Ak­ti­en­an­tei­le, ist also Mit­ei­gen­tü­mer und da­mit für al­les ver­ant­wort­lich. Ei­gen­in­itia­ti­ve und Ri­si­ko­be­reit­schaft, an­ders­wo nur ge­pre­digt, sind beim On­line­händ­ler All­tag. „Auch in der Rechts­ab­tei­lung über­prü­fen wir stän­dig, wie man Pro­zes­se ver­ein­facht“, sagt Sca­ra­fia.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 12/2013.