Kolumne

Ein Kontinent im Schluss­verkauf

Max Otte über die Gründe, warum Europas Börsen noch immer billig sind.

_____ Vor gut ei­nem Jahr schrieb ich an die­ser Stel­le über die gro­tes­ke Un­ter­be­wer­tung eu­ro­päi­scher Ak­ti­en. Die Euro-Kri­se hat­te die Stim­mung auf ei­nen Tief­punkt ge­drückt und die Kur­se vie­ler Ak­ti­en ab­stür­zen las­sen. So be­dau­erns­wert dies aus der Sicht der Kon­zer­ne war, für mu­ti­ge Ka­pi­tal­an­le­ger ta­ten sich enor­me Chan­cen auf.

Seit­her sind Euro Sto­xx 50 und Dax um je­weils rund 20 Pro­zent ge­stie­gen. Noch bes­ser lief es in Süd­eu­ro­pa: Der Ma­drid Ge­ne­ral In­dex zog um na­he­zu 25 Pro­zent an, der grie­chi­sche Athex Com­po­si­te gar um 50 Pro­zent. Eu­ro­pa ist der­zeit die be­lieb­tes­te Re­gi­on bei Ak­ti­en­fonds­ma­na­gern. Doch wie lan­ge noch? Geht die­se Ent­wick­lung in glei­chem Tem­po wei­ter? Oder wird es Zeit, sich von eu­ro­päi­schen Ak­ti­en zu ver­ab­schie­den?

Drei Grün­de spre­chen ge­gen ei­nen Aus­stieg: Ers­tens ent­spannt sich die Lage in Euro-Land ge­ra­de et­was. Die Ka­pi­tal­flucht aus dem Sü­den ist vor­erst ge­stoppt, die Tar­get-II-Sal­den sind deut­lich ge­sun­ken. In Län­dern wie Grie­chen­land, Por­tu­gal, Spa­ni­en und Ir­land nimmt auch die Wett­be­werbs­fä­hig­keit wie­der zu. Zwei­tens sind die Be­wer­tun­gen vie­ler eu­ro­päi­scher Ak­ti­en auch nach der Auf­hol­jagd noch im­mer nied­rig. Und drit­tens deu­ten die an­hal­ten­den Fu­si­ons- und Über­nah­me­ak­ti­vi­tä­ten dar­auf hin, dass stra­te­gi­sche In­ves­to­ren Eu­ro­pa nach wie vor at­trak­tiv fin­den.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 12/2013.