Spezial Luxus

Der Uhrenprinz

Swatch Group Marc A. Hayek, der Enkel des legendären Firmengründers, wacht über die Kronjuwelen des Konzerns - ganz wie der Großvater.

Nach­wuchs: Marc A. Hay­ek übt sich als Mar­ken­chef

Bald hin­ter dem Gen­fer Flug­ha­fen, wo einst der Spöt­ter und Phi­lo­soph Vol­taire zu sei­nem Ver­gnü­gen eine Uh­ren­ma­nu­fak­tur be­trieb, geht es auf­wärts durch Wein­ber­ge ins Mär­chen­haf­te. Oben fins­te­rer Fich­ten­wald, Ne­bel­schwa­den in den Baum­wip­feln ne­ben der ge­wun­de­nen Stra­ße, längs­seits schnürt ein Fuchs. Hin­ter dem Tann öff­net sich ein Tal mit ver­schla­fe­nen Dör­fern um ei­nen ge­streck­ten See, ein paar Bau­ern­ge­höf­te. So sieht es aus, das Reich des ul­ti­ma­ti­ven Uh­ren­lu­xus, die Hei­mat von Ma­nu­fak­tu­ren mit klang­vol­len Na­men.

Ei­ner der Kö­ni­ge hier ist Marc A. Hay­ek (42), Herr über drei Top­mar­ken der Uh­ren­bran­che. Der En­kel des le­gen­dä­ren Swatch-Group-Grün­ders Ni­co­las Hay­ek wan­delt auf den Spu­ren sei­nes Groß­va­ters, er gilt als der Kron­prinz des welt­weit größ­ten Uh­ren­kon­zerns, die Schwei­zer Me­di­en nen­nen ihn be­reits Hay­ek III.

Es ist ein ge­die­ge­nes Reich, über das er wacht. In ei­nem Sei­ten­tal von Le Bras­sus an ei­nem Wild­bach steht das Châ­let, in dem kost­ba­re Chro­no­me­ter der Mar­ke Blancpain (rund 20 000 Stück pro Jahr) be­schraubt wer­den. Ein Dorf wei­ter, in L'Ori­ent, be­fin­det sich in ei­nem präch­tig her­ge­rich­te­ten In­dus­trie­bau die Ma­nu­fak­tur der Mar­ke Bre­guet (knapp 30 000 Stück), noch ein Stück am See ent­lang, in ei­ner Vil­la in L'Ab­baye, die Bre­guet-Ver­wal­tung. Ei­nen Sprung weit ent­fernt, aber auch noch im Schwei­zer Jura ge­le­gen, in La Chaux-de-Fonds, das drit­te La­bel un­ter Hay­eks Füh­rung: Jaquet Droz (rund 4000 Stück), 275 Jah­re alt und ge­rühmt für sei­ne er­le­se­nen kunst­hand­werk­li­chen Zif­fer­blät­ter, auf de­nen Blau­mei­sen und Kro­nen­kra­ni­che ihr Spiel trei­ben, Schmet­ter­lin­ge flat­tern und Ti­ger ti­gern, al­les in Email­le.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 12/2013.