Unternehmen

Der Testpilot

Porträt Germanwings-Chef Thomas Winkelmann steuert das größte Experiment in der Geschichte der Lufthansa. Nahaufnahme eines Aufrührers.
Von Michael Machatschke

Er weiß durch­aus, wie man eine Kra­wat­te bin­det. Noch mehr al­ler­dings ver­steht Tho­mas Win­kel­mann da­von, sie schnell wie­der los­zu­wer­den. Sei­nen Kopf legt er ei­gent­lich nur in die Schlin­ge, wenn es zum Rap­port nach Frank­furt geht, in die Zen­tra­le der Luft­han­sa, oder zum hoch­of­fi­zi­el­len Ter­min. An­sons­ten bleibt sein Kra­gen of­fen.

Die­se Un­ge­bun­den­heit hängt mit den Ma­rot­ten sei­ner Zunft zu­sam­men. Als Chef von Ger­manwings ge­hört Win­kel­mann der mo­der­nen Low-Cost-Flie­ge­rei an, ei­nem Sei­ten­arm der läs­si­gen New Eco­no­my. Sah man je - um mal ganz hoch zu grei­fen - ei­nen Ste­ve Jobs mit ge­blüm­tem Bin­der? Frei­heit statt Kno­ten - und be­steht sie auch nur aus ein we­nig Frisch­luft vor der Keh­le.

Sei­ne Sta­tur: hoch­ge­wach­sen, et­was schlak­sig wir­kend, so­gar noch mit 53. Das Auf­tre­ten: zur Be­grü­ßung ein lau­nig an­ge­deu­te­ter Die­ner, Vor­sicht im Blick, aber ein ver­gnüg­tes La­chen, so­bald sich die ers­te Ge­le­gen­heit dazu er­gibt. Win­kel­mann ist au­gen­schein­lich kei­ner der ver­bis­se­nen Sor­te. Was ihn die­ser Tage nicht da­vor schützt, für vie­le ei­nen Buh­mann ab­zu­ge­ben.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 9/2013.