Was macht eigentlich ...

Jochen Holzer?

Bayerns Energie-Eminenz pflegt ihre guten Beziehungen.

_____ Das Tief­sta­peln ge­hört nun mal zum We­sen von Jo­chen Hol­zer. „Nichts Auf­re­gen­des“, sagt der 79-jäh­ri­ge Mün­che­ner, habe er im ho­hen Pen­sio­närs­al­ter zu tun und guckt da­bei wür­de­voll und läs­sig zu­gleich durch sei­ne Horn­bril­le. Was man aber auf je­den Fall kal­ten Blu­tes kon­sta­tie­ren kann: Der eins­ti­ge In­dus­trie­ma­na­ger (Bay­ern­werk/​Viag) und Be­rufs­auf­se­her macht auch heu­te noch das, was er frü­her höchst er­folg­reich ge­tan hat: Er pflegt bes­te Kon­tak­te. Die Kon­sti­tu­ti­on da­für hat er (er golft, fährt Ski, joggt), den Im­pe­tus oh­ne­hin. Zeit sei­nes Kar­rie­re­le­bens hat er wich­ti­ge Leu­te zu­sam­men­ge­bracht, In­ter­es­sen aus­ge­gli­chen - und flei­ßig Bei­trä­ge für die Be­rufs­ge­nos­sen­schaft der Netz­wer­ker ge­zahlt, wenn­gleich er die­sen Be­griff nicht gern hört. Die hal­be deut­sche En­er­gie­wirt­schaft hat er mit­ge­stal­tet, mit der gro­ßen Po­li­tik ver­han­delt und auch mal ge­kun­gelt. Im heu­ti­gen Eon-Kon­zern, aus Veba (Düs­sel­dorf) und Viag (Mün­chen) de­stil­liert, ist auch ein gu­tes Stück Hol­zer.

Der Mann ist ein no­to­ri­scher Be­zie­hungs­tä­ter. Zwei­mal im Jahr trifft sich die „Mün­che­ner Run­de“, ein 15er-Trupp aus ehe­ma­li­gen und ak­ti­ven Bay­ern­werk-Ma­na­gern so­wie ei­ni­gen Ex­ter­nen. „Viag Old Boys“ nennt sich der Zir­kel aus Ex-Vor­stän­den der In­dus­trie­grup­pe, zu der etwa Bahn-Ober­auf­se­her Utz-Hell­muth Felcht und der Lo­gis­tik­un­ter­neh­mer Klaus-Mi­cha­el Küh­ne ge­hö­ren. Mit­te Ok­to­ber spei­sen und dis­ku­tie­ren die al­ten Kna­ben wie­der. Gern auch beim „Kä­fer“.

Ein wei­te­rer Klub trägt den sper­ri­gen Na­men: „Kul­tur- und wan­der­be­rei­te, der Zu­kunft zu­ge­wand­te Pen­sio­nä­re“. Ne­ben Hol­zer sind dort un­ter an­de­ren Mit­glied: Klaus Lie­sen (Ruhr­gas), Hein­rich von Pie­rer (Sie­mens). Man sucht den In­si­der­blick. Der In­ten­dant des Baye­ri­schen Rund­funks, Ul­rich Wil­helm, führ­te die Se­nio­ren per­sön­lich durch den Sen­der; in der Oper geht es in den Back­stage­be­reich. Und abends? Gern auch zum Schuh­beck.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 10/2014.