In Berlin

Mächtige Gegner

Sparkassen Verbandschef Georg Fahrenschon kämpft gegen Opponenten in den eigenen Reihen.

_____ Ge­org Fah­ren­schon (46), obers­ter Ber­li­ner Re­prä­sen­tant des Deut­schen Spar­kas­sen- und Gi­ro­ver­bands DSGV, gibt gern das freund­li­che Ge­sicht der deut­schen Fi­nanz­bran­che. Die Spar­kas­sen, be­tont der frü­he­re baye­ri­sche Fi­nanz­mi­nis­ter stets, sei­en die Gu­ten im Geld­ge­schäft; mit dem Ge­zo­cke man­cher Groß­bank hät­ten sie nichts ge­mein.

Auch im In­ne­ren sei­nes Fi­nanz­ver­bunds ist der Spar­kas­sen­prä­si­dent meist um Har­mo­nie und Aus­gleich be­müht. Das ge­lingt ihm al­ler­dings in jüngs­ter Zeit nicht mehr so recht, im Ge­gen­teil: Fah­ren­schon ge­rät zu­neh­mend in die Kri­tik. Vor al­lem un­ter den re­gio­na­len Spar­kas­sen­ver­bän­den baut sich eine Op­po­si­ti­on ge­gen den Quer­ein­stei­ger aus der Po­li­tik auf.

Die nimmt in­zwi­schen für Fah­ren­schon be­droh­li­che For­men an. Auf ei­ner Vor­stands­klau­sur im Sep­tem­ber in der Ber­li­ner DSGV-Zen­tra­le prob­te etwa der hes­si­sche Spar­kas­sen­prä­si­dent Ger­hard Grand­ke (60) den Auf­stand. Fah­ren­schon woll­te sich auf dem Tref­fen ein Drei-Mil­lio­nen-Euro-Bud­get ge­neh­mi­gen las­sen, um ein Ex­per­ten­team an­zu­heu­ern, das der Spar­kas­sen-Grup­pe hel­fen soll, im di­gi­ta­len Bank­ge­schäft in­no­va­ti­ver zu wer­den. Das sei Un­sinn, be­fand Grand­ke, sein Ver­band wer­de das nicht be­zah­len. Fah­ren­schon ist nun ge­zwun­gen, sei­ne Ex­per­ten­trup­pe di­rekt von ein­zel­nen Spar­kas­sen fi­nan­zie­ren zu las­sen, un­ter Um­ge­hung der re­gio­na­len Ver­bän­de. Ein No­vum im öf­fent­lich-recht­li­chen Ban­ken­la­ger.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 11/2014.