Namen und Nachrichten

Überforderte Berater

Sparkassen Interne Dokumente decken das Ertragsdilemma der selbst ernannten Gutbanker auf.

im halb­schat­ten: Für DSGV-Chef Ge­org Fah­ren­schon läuft es nicht rund. Die Zahl der Kri­ti­ker wächst, der Er­trag lei­det.

_____ Wohl kaum eine an­de­re Be­rufs­grup­pe in Deutsch­land hat eine hö­he­re Mei­nung von sich als Spar­kas­sen­funk­tio­nä­re. Dar­an ha­ben selbst die Fi­nanz­kri­se und die mons­trö­sen Ver­lus­te der Lan­des­ban­ken, die mehr­heit­lich im Be­sitz der Kas­sen wa­ren oder sind, nichts än­dern kön­nen. Skan­dal­frei, kun­den­nah, er­trags­stark: Geht es nach der Spar­kas­sen­fa­mi­lie, müss­te die Kon­kur­renz vor Neid er­blas­sen, al­len vor­an die pri­va­te.

Bei nä­he­rem Hin­se­hen frei­lich mu­tiert das öf­fent­li­che Selbst­lob zur Ver­ne­be­lungs­tak­tik, um fun­da­men­ta­le Schwä­chen im Kern­ge­schäft zu ka­schie­ren. Denn die gibt es, und sie sind im­mens, wie in­ter­ne Do­ku­men­te be­le­gen. In de­nen geht die Fi­nanz­grup­pe mit dem ro­ten S er­staun­lich scho­nungs­los mit sich selbst zu Ge­richt.

So wird in ei­ner Vor­la­ge des haus­ei­ge­nen IT-Dienst­leis­tungs­an­bie­ters Fi­nanz In­for­ma­tik für ei­nen Work­shop zum The­ma Mul­ti­ka­nal­ver­trieb Ende Au­gust un­um­wun­den ein­ge­räumt, dass der Groß­teil der Pri­vat­kun­den der Spar­kas­sen ei­nen „ne­ga­ti­ven Er­geb­nis­bei­trag“ lie­fert. Das ist in­so­fern be­son­ders bit­ter, weil für die Spar­kas­sen das „Ge­schäft mit pri­va­ten Kun­den ent­schei­dend“ ist, wie sie selbst schrei­ben. In der Tat re­kru­tiert sich die Mas­se der Spar­kas­sen­kun­den aus dem La­ger der Nor­mal­ver­die­ner.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 12/2014.