Umsteiger

Jörg Kukies

Roter Goldman-Chef.

_____ Wer Deutsch­land-Chef der US-In­vest­ment­bank Gold­man Sachs wer­den will, muss of­fen­bar ei­nen un­ge­wöhn­li­chen Kar­rie­re­weg vor­wei­sen. So war Ex-Statt­hal­ter Alex­an­der Di­be­li­us (55) zu­nächst As­sis­tenz­arzt für Herz­chir­ur­gie, be­vor er über den Um­weg McK­in­sey zum ge­wief­tes­ten Deal­ma­ker der Re­pu­blik auf­stieg.

Auch sein Nach­fol­ger such­te einst Er­fül­lung in an­de­ren Ge­fil­den: Jörg Ku­kies (46), der zu­sam­men mit Wolf­gang Fink (48) Gold­mans Deutsch­land-Ge­schäf­te führt, war An­fang der 90er Jah­re Chef der Jung­so­zia­lis­ten in Rhein­land-Pfalz - was ihn aus heu­ti­ger Sicht zur per­so­ni­fi­zier­ten Ver­söh­nung von Ar­beit und Ka­pi­tal macht.

In Ku­kies' Amts­zeit fiel der Macht­wech­sel in Mainz: Ru­dolf Schar­ping (66) er­ober­te 1991 als ers­ter So­zi­al­de­mo­krat die Staats­kanz­lei. Doch wäh­rend der Juso-Chef mit sei­nen Trup­pen laut­stark für ein rot-grü­nes Bünd­nis trom­mel­te, tü­te­te Schar­ping be­reits die Ko­ali­ti­on mit der FDP ein. Aus Juso-Sicht ein Alb­traum, galt ih­nen der li­be­ra­le Lan­des­chef Rai­ner Brü­der­le (69) doch als Po­lit­nie­te.

Sie lesen die Vorschau

Sie haben diese Ausgabe bereits gekauft oder ein digitales Abo? Dann melden Sie sich mit Ihrer manager-ID an, um den vollständigen Artikel zu lesen.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 12/2014.