Namen und Nachrichten

Kaesers Coup

Siemens Mit dem Konzernumbau hat der Chef alle überrumpelt - vor allem seine Vorstandskollegen. Unmut macht sich breit in München und Erlangen.

_____ Viel­leicht hät­te Sie­mens-Vor­stand Mi­cha­el Süß (50) sei­nem Vor­sit­zen­den Joe Ka­e­ser (56) ein­fach bes­ser zu­hö­ren sol­len. Der pro­kla­mier­te schon An­fang März im te­xa­ni­schen Hous­ton auf der En­er­gie­kon­fe­renz Ce­ra­week, die USA sei­en wie­der „der Ort, an dem man sein muss“.

Zwei Mo­na­te spä­ter war Süß raus bei Sie­mens. Zur Über­ra­schung vie­ler, auch zu sei­ner ei­ge­nen. Klar hat­te der En­er­gie­vor­stand zeit­wei­se an Fah­nen­flucht ge­dacht. Ka­e­sers Or­ga­ni­sa­ti­ons­re­form, die ei­ner Ent­mach­tung der vier ope­ra­ti­ven Vor­stän­de gleich­kommt (sie­he Kas­ten „Um­bau über Um­bau") , schmeck­te dem bul­li­gen Ma­cher erst nicht so recht. Den­noch hat­te Süß sei­nen Mit­ar­bei­tern in der Wo­che vor der ent­schei­den­den Auf­sichts­rats­sit­zung am 6. Mai si­gna­li­siert, dass er mit­zie­hen wer­de.

So plan­te Süß noch am Frei­tag vor je­nem schick­sal­haf­ten Diens­tag für die Zu­kunft des En­er­gie­ge­schäfts - nicht ah­nend, dass Ka­e­ser und ei­ni­ge Auf­sichts­rä­te am Sams­tag die letz­ten In­ter­views mit sei­ner Nach­fol­ge­rin füh­ren wür­den: der Ame­ri­ka­ne­rin Lisa Da­vis (50).

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 6/2014.