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Abwarten und Pokern

Bayer Konzernchef Dekkers schiebt den Verkauf seiner Kunststoffsparte auf - trotz regen Interesses.

Vor­sprung durch For­schung: Bay­er-Chef Dek­kers bei der Ar­beit

_____ Als Ma­ri­jn Dek­kers (56) vor gut vier Jah­ren beim Che­mie- und Phar­ma­kon­zern Bay­er an­fing, eil­te ihm der Ruf ei­nes ag­gres­si­ven Deal­ma­kers vor­aus. Schließ­lich hat­te er sei­nen al­ten Ar­beit­ge­ber Ther­mo Elec­tron durch den Kauf ei­nes dop­pelt so gro­ßen Kon­kur­ren­ten in eine völ­lig neue Liga ka­ta­pul­tiert. Wo­mög­lich, so die Be­fürch­tung in der Bay­er-Zen­tra­le da­mals, wür­de der Nie­der­län­der auch die Kunst­stoffspar­te ver­kau­fen, um ei­nen Me­ga­deal im Phar­ma­be­reich fi­nan­zie­ren zu kön­nen.

Pas­siert ist in Le­ver­ku­sen dann erst ein­mal - nichts. Na­he­zu über­all, wo Dek­kers an­klopf­te, gab es am Ende ei­nen, der ein paar Hun­dert Mil­lio­nen Euro mehr bot.

An­fang Mai kam der Bay­er-Chef dann end­lich mal zum Zug. Für 10,4 Mil­li­ar­den Euro si­cher­te er sich das Ge­schäft mit re­zept­frei­en Me­di­ka­men­ten des US-Gi­gan­ten Merck. Nicht weil er aus­nahms­wei­se mehr Geld auf den Tisch le­gen woll­te, son­dern weil er et­was zu bie­ten hat­te, wo­mit der letz­te Kon­kur­rent im Bie­ter­kampf, der bri­ti­sche Kon­sum­gü­ter­her­stel­ler Re­ckitt Ben­cki­ser, nicht die­nen konn­te: den Zu­gang zu ei­ner neu­en Klas­se von Herz-Kreis­lauf-Me­di­ka­men­ten. Für ei­nen Ra­batt von 720 Mil­lio­nen Euro auf den Kauf­preis bringt Dek­kers nun die in den Bay­er-La­bors ent­wi­ckel­ten Wirk­stof­fe in ein ge­mein­sam ge­hal­te­nes Joint Ven­ture ein.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 6/2014.