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Elitenkollaps

Hochschulen Ein deutsches Harvard - das war mal der Traum. Doch die meisten Privatuniversitäten fallen bislang vor allem durch Pleiten und Skandale auf. Ein Abgesang.

Re­nom­mee auf Pump: Gern rich­ten Pri­vatu­nis prunk­vol­le Ab­schluss­fei­ern aus.Doch im All­tag re­gie­ren oft Not­pro­gram­me. Den we­nigs­ten Lehr­an­stal­ten geht es so gut wie der hier ge­zeig­ten Bu­ce­ri­us Law School.

Ach, hät­te die Ja­cobs Uni­ver­si­ty nur von al­lem so viel wie vom üp­pi­gen Grün auf ih­rem Cam­pus im Bre­mer Nord­wes­ten! Nä­her an das no­ble Flair der Ivy Le­ague, wie die efeu­um­rank­ten Eli­te­uni­ver­si­tä­ten der ame­ri­ka­ni­schen Nord­ost­küs­te ge­nannt wer­den, reicht in Deutsch­land kei­ne Hoch­schu­le her­an. Gern ließ man sich hier oben das At­tri­but „Har­vard an der We­ser“ ge­fal­len.

Hell leuch­tet jun­ges Laub, satt er­stre­cken sich Ra­sen­flä­chen zwi­schen ro­ten Back­stein­ge­bäu­den mit ho­hen Zie­gel­dä­chern. Doch die Stim­mung im Prä­si­di­um der Pri­vat­uni, die ih­ren Na­men dem Bre­mer Kauf­mann und Groß­spen­der Klaus Ja­cobs ver­dankt, ist weit we­ni­ger ar­ka­disch. Son­dern blei­schwer vor Sor­ge: Den Hoch­schul­ma­na­gern fehlt Geld - wie­der ein­mal. Der jüngs­te Ge­schäfts­be­richt weist für das Jahr 2012 ei­nen Fehl­be­trag von sat­ten 32 Mil­lio­nen Euro aus.

Prä­si­dent Heinz-Otto Peit­gen such­te Ende letz­ten Jah­res das Wei­te - nach nur ei­nem Jahr im Amt. Für den ab­rup­ten Ab­schied kas­sier­te er 800 000 Euro von der Ja­cobs Foun­da­ti­on, ein im Hoch­schul­we­sen ein­ma­li­ger Gol­den Hand­shake.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 6/2014.