Karriere bei ...

Aldi Süd

Auch künftige Topmanager müssen bei dem Discounter ganz unten anfangen.

_____ Als Ka­rin Clau­dia Reichold (25) ih­ren Freun­den nach dem Ab­itur er­zähl­te, dass sie bei Aldi Süd an­heu­ern wol­le, hör­te sie stets die glei­che Fra­ge: „Wie­so zu Aldi, du warst doch gar nicht so schlecht in der Schu­le?“ Das Kli­schee vom schä­bi­gen Bil­lig­an­bie­ter, der sei­ne Mit­ar­bei­ter knech­tet, saß tief. Doch die jun­ge Frau ließ sich nicht be­ir­ren. Im Herbst 2007 be­gann sie ein dua­les Wirt­schafts­stu­di­um, bei dem sie im­mer wie­der je drei­mo­na­ti­ge Pha­sen von Theo­rie und Pra­xis durch­lief.

Die Aus­bil­dung des Füh­rungs­nach­wuch­ses ist bei Aldi Süd straff or­ga­ni­siert und sys­te­ma­ti­siert. Stu­die­ren­de wie Reichold ha­ben ei­nen fes­ten An­sprech­part­ner im Un­ter­neh­men, sie müs­sen ei­nen Teil ih­rer Schu­lung in der Ver­wal­tung ab­sol­vie­ren, und sie dür­fen sich auch nicht zu scha­de sein, „in ei­nem La­den mit der Putz­ma­schi­ne sau­ber zu ma­chen, Re­ga­le ein­zu­räu­men und an der Kas­se zu sit­zen“, so Reichold. Vier so­ge­nann­te Fi­li­al­zei­ten sind über das Stu­di­um ver­teilt, im letz­ten Vier­tel dür­fen die Aspi­ran­ten be­reits ei­nen La­den füh­ren, als Ur­laubs­ver­tre­tung. Reichold war da ge­ra­de mal 21 Jah­re alt.

Wer be­reits mit ei­nem aka­de­mi­schen Ab­schluss zu Aldi Süd geht, muss eine ein­jäh­ri­ge Trainee­zeit ab­sol­vie­ren. Sie be­ginnt im­mer in ei­ner der 31 deut­schen Re­gio­nal­ge­sell­schaf­ten, zu de­nen 50 bis 70 Ge­schäf­te ge­hö­ren. Im Prin­zip läuft die Aus­bil­dung dann wie bei den dual Stu­die­ren­den: Die Trainees be­glei­ten er­fah­re­ne Re­gio­nal­ver­kaufs­lei­ter und ler­nen so die Ab­läu­fe in den Fi­lia­len ken­nen.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 6/2014.