Private Banking

Neuer Markt II

Unternehmensanleihen Mehr als hundert kleinere Firmen haben mit Bonds Milliarden bei Anlegern eingesammelt. Doch können sie auch zurückzahlen?

Va­len­si­na | Wil­fried Mo­cken braucht Geld; ein Fa­mi­ly Of­fice könn­te die Ret­tung sein

Der Auf­stand der An­le­ger beim in­sol­ven­ten Ma­schi­nen­bau­er Rena be­gann am 25. April. An die­sem Tag schick­ten die Fonds­ma­na­ger von Ro­bus Ca­pi­tal und Steu­bing ei­nen Brand­brief an Re­nas Ge­schäfts­füh­rung im Schwarz­wald-Städt­chen Gü­ten­bach. Im lau­fen­den In­sol­venz­ver­fah­ren, so be­schwe­ren sie sich, wer­de aus­ge­rech­net die „mit Ab­stand größ­te Gläu­bi­ger­grup­pe“ über­gan­gen: die Be­sit­zer der Mit­tel­stands­an­lei­hen. Die ha­ben dem schwä­bi­schen Un­ter­neh­men im­mer­hin 78 Mil­lio­nen Euro ge­borgt. Trotz­dem wur­den sie bei der Ein­set­zung des neu­en Ge­schäfts­füh­rers Tho­mas Ober­le von der In­sol­venz­rechts­kanz­lei Wel­len­siek vor voll­ende­te Tat­sa­chen ge­stellt. Eine Re­struk­tu­rie­rung ohne jede Ein­bin­dung der Haupt­fi­nanz­gläu­bi­ger „hal­ten wir für nicht ak­zep­ta­bel“, mah­nen die In­ves­to­ren.

Die Gläu­bi­ger wol­len ret­ten, was zu ret­ten ist. Der Kurs der Rena-An­lei­hen ist be­reits auf rund 20 Pro­zent des Nenn­werts ge­fal­len. Wer ei­nen Bond zum Aus­ga­be­preis von 1000 Euro ge­kauft hat, be­kam da­für an der Bör­se Mit­te Mai nur noch 196 Euro.

Mit­tel­stands­an­lei­hen wie die von Rena ent­pup­pen sich für In­ves­to­ren zu­neh­mend als De­sas­ter. Emit­ten­ten wie Wind­reich, Stren­es­se und Za­mek sind eben­falls in­sol­vent. Und das ist erst der An­fang: In den kom­men­den zwei Jah­ren rol­le eine gi­gan­ti­sche Plei­te­wel­le auf den Markt zu, fürch­ten Ex­per­ten. Vie­le der 135 Emit­ten­ten von Mit­tel­stands­an­lei­hen wis­sen schlicht nicht, wie sie ihre Schul­den zu­rück­zah­len oder re­fi­nan­zie­ren sol­len. Es man­gelt an Rück­la­gen und dem nö­ti­gen Cash­flow.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 6/2014.