Spezial Uhren

Der Familientick

Uhrenclans Ganze drei unabhängige Manufakturen gibt es noch in Genf: Patek Philippe, Chopard und Frédérique Constant. Was macht die Marken so besonders?

Va­ter und Sohn Phil­ip­pe und Thier­ry Stern fei­ern in die­sem Jahr das 175. Ju­bi­lä­um von Pa­tek Phil­ip­pe mit ei­ner noch ge­hei­men Uhr im Herbst. Als Neu­heit zei­gen sie den Jah­res­ka­len­der-Chro­no „5960/​1A“ in Edel­stahl für 41#8239320 Euro.

Superb“, haucht der eine, „ma­gni­fi­que“ flüs­tert der an­de­re. Als hät­ten sie ei­ner neu­en Ma­ria Cal­las ge­lauscht, hor­chen Paul Bu­clin und Da­ni­el Jaquet dem über­ir­di­schen Glo­cken­klang der Re­fe­renz 5207 nach. Der eine, wei­ßer Bart, wei­ßer Haar­kranz, wird mit­un­ter als welt­bes­ter Uhr­ma­cher ge­han­delt, der an­de­re, grau­haa­rig und ei­gent­lich schon im Ru­he­stand, hat vie­le Jah­re die Pro­duk­ti­on des Hau­ses ge­lei­tet.

Ge­gen­stand ih­res Ent­zü­ckens ist eine Mi­nu­ten­re­pe­ti­ti­on mit Tour­bil­lon und Ewi­gem Ka­len­der, eine Pre­zio­se der Hau­te Hor­lo­ge­rie, die sie dem Gast vor­füh­ren, eine Pla­tin-Arm­band­uhr, die für 668 180 Euro ge­han­delt wird. Und weil es so schön war, setzt Bu­clin den Me­cha­nis­mus gleich noch ein­mal in Be­we­gung.

Wir be­fin­den uns im Emp­fangs­raum der Ab­tei­lung Gran­des Com­pli­ca­ti­ons, dem Al­ler­hei­ligs­ten von Pa­tek Phil­ip­pe, un­be­strit­te­ner Grals­hü­ter der höchs­ten Uhr­macher­kunst. Das Un­ter­neh­men (rund eine Mil­li­ar­de Euro Um­satz) ge­hört zur sehr ei­ge­nen Gil­de der ver­blie­be­nen drei un­ab­hän­gi­gen Gen­fer Ma­nu­fak­tu­ren in Fa­mi­li­en­hand. Ge­grün­det wur­de Pa­tek vor ex­akt 175 Jah­ren von dem pol­ni­schen Im­mi­gran­ten Pa­tek und ei­nem Tsche­chen, dem spä­ter der Fran­zo­se Phil­ip­pe folg­te. Seit 1932 ist das Un­ter­neh­men im Be­sitz der Nach­fah­ren der Zif­fer­blat­t­her­stel­ler Charles und Jean Stern. Thier­ry Stern (43), der heu­ti­ge Chef, ent­stammt der vier­ten Ge­ne­ra­ti­on, Va­ter Phil­ip­pe (75) steht ihm nach wie vor be­ra­tend zur Sei­te.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 6/2014.