UNternehmen

Der Uber-Fall

Internet Chuzpe, viel Kapital und noch mehr Testosteron: Wie Travis Kalanick mit seiner Fahrdienstvermittlung die Welt überrollen will.

Tra­vis Kala­nick (38) hät­te ge­nau­so gut wie­der von der Bild­flä­che ver­schwin­den kön­nen. Sein ers­tes Tech-Start-up brach­te ihm Kla­gen ein in Höhe von 250 Mil­li­ar­den US-Dol­lar oder, wie Kala­nick selbst lie­ber sagt, „ei­ner Vier­tel­bil­li­on Dol­lar“. Mit sei­nem zwei­ten Un­ter­neh­men wäre er fast im Ge­fäng­nis ge­lan­det. Aber Kala­nick ist noch da. Und wo er jetzt ist, ist meist oben.

So wie neu­lich auf der Büh­ne der Tech-Kon­fe­renz Code in Ka­li­for­ni­en, wo er mal wie­der im per­fekt ge­schnit­te­nen grau­en An­zug saß, den obers­ten Knopf des him­mel­blau­en Hem­des of­fen, hoch­glanz­po­lier­te schwar­ze Lack­schu­he, eher der Typ Ban­ker als IT­ler, und mal wie­der mach­te, was er am bes­ten kann: aus­tei­len. „Wir be­fin­den uns in ei­ner po­li­ti­schen Kam­pa­gne, in der der Kan­di­dat Uber heißt und der Geg­ner ein Arsch­loch na­mens Taxi“, sagt er. Das Pu­bli­kum schweigt, dann wird ge­lacht.

So läuft das jetzt mit ihm, dem CEO der Fahr­dienst-App Uber und Schre­cken des welt­wei­ten Ta­xi­ge­wer­bes von Seo­ul bis Ham­burg. Mit Uber kann man sich per Smart­pho­ne pri­va­te Fah­rer be­stel­len, die den re­gu­lä­ren Ta­xi­be­trei­bern Kon­kur­renz ma­chen, sich selbst aber nicht als ge­werb­li­che Fah­rer se­hen. Vor Kur­zem hat Ber­lin den Dienst ver­bo­ten, wie es schon zu­vor die Ham­bur­ger ver­sucht hat­ten, wo jetzt ein Ge­richt ent­schei­den soll, ob man hier­zu­lan­de auch ohne Per­so­nen­be­för­de­rungs­schein ge­gen Geld Pas­sa­gie­re fah­ren darf.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 9/2014.