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Frommer Wunsch

Erwin Müller Der Drogeriebaron hat endlich einen Finanzer gefunden. Der soll diesmal länger bleiben.

Reiz­ba­rer Re­gent Die Wut­an­fäl­le von Er­win Mül­ler sind im Un­ter­neh­men ge­fürch­tet

Erwin Mül­ler (83), In­ha­ber der gleich­na­mi­gen Dro­ge­rie­märk­te, re­giert sein Reich in na­he­zu ab­so­lu­tis­ti­scher Ma­nier. An­ge­stell­te be­han­delt er ge­le­gent­lich wie Ge­sin­de; sei­ne cho­le­ri­schen An­fäl­le sind ge­fürch­tet. Mit ver­hal­te­ner Stim­me und gift­durch­setz­ten For­mu­lie­run­gen kan­zelt der Pa­tri­arch dann das Füh­rungs­per­so­nal ab. Wer Wi­der­wor­te gibt und nicht pa­riert, hat schon ver­lo­ren.

Rund ein Dut­zend Top­kräf­te räum­ten seit 2007 ihre Bü­ros in der Ul­mer Ver­wal­tung, die vie­len Ab­gän­ge auf den un­te­ren Ebe­nen nicht mit­ge­zählt. Oft­mals be­trug die Ver­weil­dau­er der Spit­zen­leu­te nur ei­ni­ge Mo­na­te. Der frü­he­re Fi­nanz­chef Hans­jörg Plag­ge­mars (45) blieb ein­ein­halb Jah­re im Amt, sein Nach­fol­ger Wolf­gang Lux (56) ver­ab­schie­de­te sich be­reits nach fünf Mo­na­ten.

Seit dem Aus­schei­den von Lux im April 2014 be­steht die Ge­schäfts­lei­tung des dritt­grö­ßen Dro­ge­rie­kon­zerns Deutsch­lands mit 31 000 Mit­ar­bei­tern und 3,3 Mil­li­ar­den Euro Um­satz nur noch aus zwei Mit­glie­dern: Der ehe­ma­li­gen Pra­da-Ma­na­ge­rin Elke Me­nold (53), die für Ein­kauf, Ver­trieb, Mar­ke­ting so­wie E-Com­mer­ce zu­stän­dig ist, und dem Fir­men­eig­ner selbst.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 10/2015.