WAS MACHT EIGENTLICH ...

Ben Lipps?

Der Ex-FMC-Chef hat sein Haus in Palm Springs an Leonardo DiCaprio verkauft – und arbeitet wieder als CEO.

Ben Lipps (75) und „Bo­nan­za“, das passt. Der lang­jäh­ri­ge Chef von Fre­se­ni­us Me­di­cal Care (FMC) ist Sohn ei­nes Far­mers aus In­dia­na und wohnt seit gut ei­nem Jahr im In­cli­ne Vil­la­ge am Lake Tahoe. Die ehe­ma­li­ge Holz­fäl­ler­sied­lung in der fri­schen Luft der Si­er­ra Ne­va­da lie­fer­te in den 60er Jah­ren die Ku­lis­se für die Pon­de­ro­sa Ranch aus der Fern­seh­se­rie.

We­ni­ger wohl­ge­fühlt hat­te sich Lipps zu­vor im von Hol­ly­wood-Stars be­völ­ker­ten Wüs­ten­ort Palm Springs, wo er seit 2011 ei­nen Bun­ga­low mit Pool und Gar­ten be­saß (sie­he Foto). Sei­ne Frau hat­te ge­hofft, Lipps wür­de durch den ei­ge­nen Ten­nis­court und die vie­len Golf­plät­ze rings­um zum spor­ti­ven Rent­ner wer­den. Doch der moch­te we­der Mü­ßig­gang noch Hit­ze und blieb al­len Golf­klubs fern. Im Fe­bru­ar 2014 ver­kauf­te er das An­we­sen wie­der – an Hol­ly­wood-Schau­spie­ler Leo­nar­do Di­Ca­prio, für 5,2 Mil­lio­nen Dol­lar. 300 000 Dol­lar mehr, als Lipps ge­zahlt hat­te. Ein Händ­chen für Im­mo­bi­li­en­de­als hat er also auch, an­ders als fürs Gol­fen: Sei­ne Aus­rüs­tung ließ er Di­Ca­prio in der Ga­ra­ge zu­rück.

Schon neun Mo­na­te nach dem Ab­schied als FMC-Chef heu­er­te der En­kel hes­si­scher Aus­wan­de­rer 2013 er­neut bei ei­ner deut­schen Fir­ma an: der bör­sen­no­tier­ten Ber­li­ner 18-Mann-Bude Mag­force, die mit­hil­fe von Na­no­par­ti­keln Hirn­tu­mo­re durch Hit­ze zer­stört. Seit­dem fängt Lipps also wie­der mor­gens um fünf Uhr an zu ar­bei­ten, gern mit ei­nem An­ruf in der Zen­tra­le in Deutsch­land. Wenn er nach 22 Uhr das Te­le­fon weg­legt, braucht er nicht mehr fern­zu­se­hen, um schla­fen zu kön­nen. Die Fa­mi­lie ver­steht den Ar­beits­ei­fer: „Mei­ne Frau ist Kran­ken­schwes­ter, un­se­re bei­den Kin­der sind Ärzte. Wenn ich et­was für Pa­ti­en­ten tue, fin­den sie das bes­ser, als wenn ich gol­fe“, sagt Lipps.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 10/2015.