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Showdown in Frankfurt

Postbank Die Übernahme durch die Deutsche Bank hat ein Nachspiel vor Gericht.

Die Los­lö­sung der Post­bank aus dem Deut­sche-Bank-Kon­zern läuft auf Hoch­tou­ren, da wer­den die In­sti­tu­te vom Be­ginn ih­rer un­glück­li­chen Li­ai­son ein­ge­holt: Meh­re­re Alt­ak­tio­nä­re der Post­bank ha­ben die Noch-Mut­ter ver­klagt, weil sie nach­träg­lich mehr Geld für die Über­nah­me for­dern.

Die Ar­gu­men­ta­ti­on der Klä­ger, die vom Ber­li­ner An­walt Wolf­gang Schirp (50) ver­tre­ten wer­den: Der vom Kon­zern ent­sand­te Auf­sichts­rat Wer­ner Stein­mül­ler (61; Foto) habe als Kre­dit­aus­schuss­chef früh­zei­tig und mas­siv im Sti­le ei­nes Mehr­heits­eig­ners in die Dar­le­hens­ver­ga­be der Post­bank ein­ge­grif­fen – da­bei hielt die Deut­sche Bank an­fangs nur gut 29 Pro­zent der Ak­ti­en, für die sie der Post AG 57,25 Euro ge­zahlt hat­te. Den Rest er­warb sie spä­ter – und deut­lich güns­ti­ger: We­gen der Fi­nanz­kri­se hat­te sie den Preis nach­ver­han­deln kön­nen.

Schirp will vor dem Land­ge­richt Frank­furt nach­wei­sen, dass der Kon­zern be­reits durch­re­gier­te, als er noch Min­der­heits­eig­ner war. In­ter­ne Do­ku­men­te, die ma­na­ger ma­ga­zin vor­lie­gen, stüt­zen die Ar­gu­men­ta­ti­on. Folgt ihm das Ge­richt, hät­ten die Ak­tio­nä­re Nach­zah­lungs­an­sprü­che in Höhe der Dif­fe­renz zwi­schen dem an­fangs und dem spä­ter ge­zahl­ten Preis – ma­xi­mal bis 1,6 Mil­li­ar­den Euro. Das Ver­fah­ren be­ginnt 2016.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 12/2015.