LEBEN

Der Vater-Sohn-Komplex

Dynastien Der Junior folgt dem Senior nach, so war es früher. Aber immer weniger Sprösslinge gehorchen dem Ruf der Gene. Gut so.

Prin­zen­rol­le Ho­te­lier und Gas­tro­nom Eu­gen Block mach­te sei­nen Sohn Dirk Eu­gen erst zum Ge­schäfts­füh­rer, dann warf er ihn hin­aus

Der Va­ter: ein Rie­se. Schon mit 28 zog Mi­cha­el Otto, heu­te 72, in den Vor­stand des gleich­na­mi­gen Ver­sand­händ­lers ein und ma­nag­te das Erbe sei­nes Va­ters Wer­ner bis zur Jahr­tau­send­wen­de auf ei­nen Um­satz von fast 24 Mil­li­ar­den Euro em­por. Otto schluck­te an­de­re Ver­sen­der so­wie Ket­ten für Sport­be­klei­dung, Mode, Wä­sche und Woh­nac­ces­soires. Und so­gar den Lo­gis­tik­kon­zern Her­mes. So mach­te er sei­ne Sip­pe zur achtreichs­ten im Land, Ver­mö­gen: fast zehn Mil­li­ar­den Euro.

Der Sohn: wirkt wie ein Schein­rie­se. Als die Bran­che Ende 2014 rät­sel­te, wann Ben­ja­min Otto (40) denn end­lich die Nach­fol­ge des Va­ters an­tritt, ent­stand ein Foto: Es zeigt Otto ju­ni­or und Tarek Mül­ler (26) als Co-Chefs der Otto-Kon­zern­toch­ter Col­lins. Vorn sitzt, breit­bei­nig, breit grin­send, No­bo­dy Mül­ler. Hin­ten kau­ert, ein scheu­es Lä­cheln ins Ge­sicht ge­zwun­gen: Mil­li­ar­dener­be Otto.

Kürz­lich tat Ben­ja­min Otto kund, er wer­de den ro­ten Tep­pich, die­se Ein­bahn­stra­ße, die ihn in den Vor­stand der Otto Group füh­ren soll­te, nicht be­schrei­ten. Er wol­le lie­ber eine „ak­ti­ve Rol­le als ge­stal­ten­der Ge­sell­schaf­ter“ über­neh­men.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 7/2015.