NAMEN UND NACHRICHTEN

Gott des Gemetzels

ProSiebenSat.1 Nirgends dreht sich das Personalkarussell schneller als in der Digitalsparte der Sendergruppe.

Gibt gern den läs­si­gen Dy­na­mi­ker Di­gi­tal­vor­stand Weg­ner im An­heue­rungs­fu­ror

Chaka, hier geh­t's rund, ein Wahn­sinn ist das, die­se di­gi­ta­le Re­vo­lu­ti­on. Und Chris­ti­an Weg­ner (41), me­ga­dy­na­misch, führt sie an. Der Mann ist hart­nä­ckig gut ge­launt und gibt sich be­tont läs­sig. Auf den wei­ßen Bik­kem­bergs-Tre­tern leuch­ten grü­ne Strei­fen, selbst­re­dend fehlt auch die dick­ran­di­ge Nerd­bril­le nicht. Ein Er­folgs­play­er wie aus dem Bil­der­buch, der den ein­zig­ar­ti­gen Ti­tel Vor­stand für Di­gi­tal & Ad­ja­cent trägt.

Seit Ok­to­ber 2011 hält sich Weg­ner schon auf sei­nem Pos­ten beim Me­di­en­un­ter­neh­men Pro­Sie­ben­Sat.1 (P7S1). Kei­ne Selbst­ver­ständ­lich­keit in dem Haus, das seit März 2009 von Tho­mas Ebe­ling (56) ge­führt wird – zu­neh­mend im Stil des Son­nen­kö­nigs, bei dem je­der die Frei­heit hat, eine ei­ge­ne Mei­nung zu äu­ßern, so­lan­ge sie nicht von der Sei­ner Ma­jes­tät ab­weicht.

Der All­mäch­ti­ge be­lohnt und be­straft nach Gut­dün­ken. Mal darf sein Di­gi­tal­vor­stand als Held leuch­ten, mal macht er ihn vor ver­sam­mel­ter Run­de der­art nie­der, dass man­cher Zeu­ge sich fremd­schämt. Weg­ner selbst sagt, er habe ein sehr en­ges Ver­hält­nis zu Tho­mas Ebe­ling, man te­le­fo­nie­re min­des­tens sechs­mal am Tag.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 9/2015.