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Unter die Räder

ATU Deutsche Bank und ein Finanzinvestor gefährden die Existenz der Werkstattkette.

Ab­ge­wrackt Die ATU-Werk­stät­ten

Der US-Hedge­fonds Center­bridge Ca­pi­tal Part­ners ist bis­her nicht durch be­son­de­re Re­li­gio­si­tät auf­ge­fal­len. Doch als der Fi­nanz­in­ves­tor Ende 2013 die schlin­gern­de Au­to­werk­statt­ket­te Auto-Tei­le-Un­ger (ATU) über­nahm, schwan­te den Man­nen um den Lon­do­ner In­vest­ment­ma­na­ger Ste­fan Kow­ski (37) wo­mög­lich, dass bei die­sem Him­mel­fahrts­kom­man­do et­was Un­ter­stüt­zung von ganz oben nütz­lich sein könn­te.

Ihre ATU-Er­werbs­ge­sell­schaft tauf­ten sie da­mals Chris­to­pho­rus Hol­ding, nach dem Schutz­pa­tron der Rei­sen­den. Der Le­gen­de nach trug der Hei­li­ge das Je­sus­kind über ei­nen Fluss. Man­che Au­to­fah­rer füh­ren eine klei­ne Chris­to­pho­rus-Pla­ket­te im Cock­pit ih­res Wa­gens mit, als Le­bens­ver­si­che­rung ge­wis­ser­ma­ßen.

Nie­mand hät­te den Schutz nö­ti­ger als ATU und da­mit sein In­ves­tor Kow­ski. Die Werk­statt­ket­te aus dem ober­pfäl­zi­schen Wei­den ent­geht der Plei­te schon seit Jah­ren nur da­durch, dass Center­bridge (wie schon der Vor­eig­ner, der US-Fi­nanz­in­ves­tor KKR) im­mer wie­der fri­sches Geld hin­ein­pumpt. Da­mit soll­te nun Schluss sein: Ende Sep­tem­ber un­ter­zeich­ne­ten Center­bridge, die US-Bank Gold­man Sachs und wei­te­re Ge­sell­schaf­ter end­lich den Ver­kauf an den lan­ge er­sehn­ten Stra­te­gen: die fran­zö­si­sche Re­pa­ra­tur­ket­te Mo­bi­via.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 11/2016.