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Dieter digitali­siert

Schwarz-Gruppe Das Discountimperium (Lidl/Kaufland) drängt ins Internet.

Wenn ein Phan­tom auf­taucht, geht et­was Gro­ßes vor. Dis­count­kö­nig Die­ter Schwarz (77), Grün­der von Lidl und Kauf­land, mei­det üb­li­cher­wei­se vir­tu­os das Licht der Öffent­lich­keit. Doch die Di­gi­ta­li­sie­rung lässt auch den Herrn über 10 000 Fi­lia­len und mehr als 80 Mil­li­ar­den Euro Um­satz nicht kalt. Neu­er­dings wird Schwarz öf­ter in Ber­lin ge­se­hen – ganz ent­spannt beim Abend­es­sen mit Jung­un­ter­neh­mern und Wag­nis­ka­pi­tal­ge­bern.

Selbst im Si­li­con Val­ley sind sei­ne Mit­ar­bei­ter häu­fig an­zu­tref­fen. Die Rei­se­trup­pen in­for­mie­ren sich gern, ver­ra­ten aber nicht viel. Da­bei gäbe es ei­ni­ges zu er­zäh­len: Die Schwarz-Grup­pe feilt an ei­ner glo­ba­len Di­gi­tal­stra­te­gie und in­ves­tiert da­für ei­nen drei­stel­li­gen Mil­lio­nen­be­trag. Noch im De­zem­ber will Lidl in Ber­lin de­mons­trie­ren, wie sich der Dis­count-Markt­füh­rer die Zu­kunft des Ein­zel­han­dels vor­stellt.

Die Zei­ten, in de­nen sich der Bil­lig­hei­mer dar­auf be­schränk­te, auf sei­ner Home­page Rei­sen, Blu­men und ein paar halt­ba­re Le­bens­mit­tel zu ver­kau­fen, sind vor­bei. Die Angst vor Ama­zon und dem er­war­te­ten Deutsch­land-Start sei­nes Le­bens­mit­tel­lie­fer­ser­vices Fresh ist im Ein­zel­han­del ge­wal­tig. Aus gu­tem Grund: In den USA setzt Ama­zon nach An­ga­ben der In­vest­ment­bank Co­wen mit Le­bens­mit­teln be­reits 6,2 Mil­li­ar­den Dol­lar um, der welt­größ­te Ein­zel­händ­ler Wal­mart kommt on­line auf die Hälf­te.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 11/2016.