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Flucht nach vorn

Air Berlin/Etihad Mit seinem Rettungsplan hilft Etihad-Chef James Hogan vor allem sich selbst.

Kampf­pi­lot Eti­had-Stra­te­ge Ja­mes Ho­gan muss sich hef­ti­ger in­ter­ner Kri­tik er­weh­ren – er ver­senkt zu viel Geld

Erfol­ge pflas­tern sei­nen Weg – zu­min­dest sieht Ja­mes Ho­gan (59) das so. Der Chef der ara­bi­schen Eti­had Avia­ti­on Group treibt nicht nur die nach sei­nen Wor­ten „am schnells­ten wach­sen­de Flug­li­nie in der Ge­schich­te der Luft­fahrt“ vor­an. Jetzt hat er an­geb­lich auch den tru­deln­den Tra­ban­ten Air Ber­lin ge­ret­tet.

Als gro­ßen Er­folg ver­kauft er die ge­plan­te Drei­tei­lung der deut­schen Air­line in ein Joint Ven­ture mit Tuif­ly, ei­nen Dienst­leis­ter für die Luft­han­sa und ei­nen ge­schrumpf­ten Rest. Air Ber­lin sei nicht nur auf­ge­fan­gen wor­den, ver­brei­tet er in­tern. Eti­had habe oben­drein mit Tui und Luft­han­sa zwei erst­klas­si­ge Part­ner ge­won­nen.

Al­ler­dings konn­te der Deal, mit dem Ho­gan die Flucht nach vorn an­tritt, Mit­te Ok­to­ber noch schei­tern. Ohne die Neu­auf­stel­lung wür­de Air Ber­lin, an der die Ara­ber mit knapp 30 Pro­zent be­tei­ligt sind, wo­mög­lich schon bald in die Zwangs­in­sol­venz rut­schen. Au­ßer­dem braucht Ka­pi­tän Ho­gan die Deals drin­gend, um sei­ne Kri­ti­ker in Schach zu hal­ten. Im Ver­wal­tungs­rat von Eti­had ru­mort es. Skep­ti­ker hal­ten Ho­gan eine ver­fehl­te Eu­ro­pa-Stra­te­gie vor. Rund eine Mil­li­ar­de Euro hat Eti­had in­zwi­schen in Air Ber­lin ge­steckt, ohne dass ein an­ge­mes­se­ner Ge­gen­wert er­kenn­bar wäre.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 11/2016.