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Die Klonfabrik

Discount Der ehemalige Aldi-Chef Dieter Brandes bringt weltweit Kopien seines früheren Arbeitgebers in Umlauf. Nun drängt er noch vor Aldi nach China, jenen Markt, in den das Original so große Hoffnungen setzt.

Start­klar Nils, Die­ter und Arne Bran­des (v. l.) zieht es nach Chi­na

Opa will es noch ein­mal wis­sen. Die­ter Bran­des nimmt sein wei­ßes Vi­si­tenk­ärt­chen in bei­de Hän­de, streckt es nach vorn und ver­beugt sich. Das dün­ne Pa­pier biegt sich. Was dar­auf steht, kann er nicht le­sen. Es aus­zu­spre­chen ver­sucht er erst gar nicht. Da­bei ver­birgt sich hin­ter den fi­li­gra­nen chi­ne­si­schen Schrift­zei­chen sein viel­leicht größ­tes Aben­teu­er – und ein Af­front ge­gen sei­nen frü­he­ren Ar­beit­ge­ber: Aldi.

Mehr als ein Jahr­zehnt lang hat Bran­des als Ge­schäfts­füh­rer und Ver­wal­tungs­rat die Ge­schi­cke von Aldi Nord ge­lei­tet, wur­de mit ei­nem Buch über das Er­folgs­ge­heim­nis des Dis­coun­ters zum Best­sel­ler­au­tor, war ein be­lieb­ter Talk­show­gast und ge­frag­ter Be­ra­ter. Nun, im zar­ten Al­ter von 75 Jah­ren, will er es noch mal al­len zei­gen. Bran­des wird Un­ter­neh­mer.

Ge­mein­sam mit sei­nen Söh­nen Nils (48) und Arne (43) baut der Han­dels­ve­te­ran, der sich gern als Dis­count-Opa be­zeich­net, in Chi­na sei­nen ei­ge­nen Kon­zern auf. Wäh­rend Aldi sei­ne Chan­cen im schon bald größ­ten Han­dels­markt der Welt noch son­diert, setzt das Team Zei­chen. Die ers­ten drei Märk­te öff­nen in die­sen Ta­gen, bis zu 120 000 könn­ten es ein­mal wer­den.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 11/2016.