Trends

Selbst ist die Frau

Karrieren Die Alpha-Frauen von heute schätzen ihre Unabhängigkeit. Sie binden sich nicht mehr um jeden Preis an einen Ehemann. Porträt einer Generation, die mit alten Rollenmustern bricht.

Ka­tha­ri­na Wolff Agen­tur­che­fin Ju­ris­tin, Buch­au­to­rin, Per­so­nal­be­ra­te­rin mit ei­ge­ner Fir­ma – die Ham­bur­ge­rin tobt sich auf vie­len Fel­dern aus. Ehe? Gern, wenn ein Part­ner passt. Kin­der? Not­falls auch al­lein.

Ein Kauf­manns­haus in der Deich­stra­ße in Ham­burg. Ro­ter Back­stein, dunk­le Flu­re, ein Pa­ter­nos­ter zu­ckelt vor­bei. Drau­ßen schie­ben sich Tou­ris­ten­grup­pen auf Nost­al­gie­trip übers Kopf­stein­pflas­ter, oben im 4. Stock ist die Zu­kunft ein­ge­zo­gen. Die ist weib­lich und heißt Ka­tha­ri­na Wolff: 32 Jah­re alt, Grün­de­rin und Mehr­heits­ge­sell­schaf­te­rin von D-Le­vel, ei­ner Per­so­nal­be­ra­tung für die di­gi­ta­le Wirt­schaft. 14 Mit­ar­bei­ter, Kun­den von Al­li­anz bis Rewe.

Wolff spricht schnell, im sel­ben ho­hen Tem­po, mit dem sie durch ihr Le­ben pflügt. Ju­ra­stu­di­um, Ex-Bür­ger­schafts­ab­ge­ord­ne­te, Buch­au­to­rin, Un­ter­neh­me­rin. Das In­te­ri­eur in der Deich­stra­ße – viel Weiß, viel Glas, loun­gi­ge Le­der­so­fas vor wand­gro­ßen Schwarz-Weiß-Fo­to­gra­fi­en – hat sie mit­ent­wor­fen.

Seit sie 2010 ihre Agen­tur ge­grün­det hat, gab es kei­nen län­ge­ren Ur­laub mehr, höchs­tens mal eine Wo­che am Stück. Da­für ge­hö­ren ihr heu­te eine Ei­gen­tums­woh­nung, eine Ak­ten­ta­sche von Pra­da und ein SUV: „Ich sit­ze halt gern hoch.“

Sie lesen die Vorschau

Sie haben diese Ausgabe bereits gekauft oder ein digitales Abo? Dann melden Sie sich mit Ihrer manager-ID an, um den vollständigen Artikel zu lesen.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 11/2016.