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Ich sehe was, was du nicht siehst

Smart Glasses Das Smartphone ist das erfolgreichste und meistverkaufte Elektronikprodukt aller Zeiten. Und dennoch könnte es schon bald ersetzt werden. Der Nachfolger soll auf der Nase sitzen.

Die Kin­der spin­nen. Als die Deut­sche Te­le­kom vor ei­nem Jahr ge­mein­sam mit der Un­ter­neh­mens­be­ra­tung Co­gni­zant 10- bis 16-Jäh­ri­ge da­nach frag­te, wie sie sich die tech­no­lo­gi­sche Zu­kunft im Jahr 2025 vor­stel­len, war das Er­geb­nis für die Ma­na­ger des Te­le­kom­mu­ni­ka­ti­ons­kon­zerns ei­ni­ger­ma­ßen scho­ckie­rend: Das Smart­pho­ne exis­tiert für die Ge­ne­ra­ti­on Smart­pho­ne schon in ein paar Jah­ren nicht mehr.

Das sei für die Te­le­kom „eine schlim­me Sa­che“ ge­we­sen, er­in­nert sich Chris­ti­an von Revent­low (56). Der Elek­tro­in­ge­nieur ist der In­no­va­ti­ons­chef des Bon­ner Kon­zerns und sitzt im er­wei­ter­ten Vor­stand. Seit ein­ein­halb Jah­ren be­schäf­tigt sich der schlak­si­ge Ma­na­ger mit der Ent­wick­lung neu­er Pro­duk­te und Soft­ware­lö­sun­gen. Das Smart­pho­ne, App­les Ge­winn­ma­schi­ne, die den Kon­zern aus Cuper­ti­no zum reichs­ten der Welt ge­macht hat, ein­fach ab­ha­ken? Wie kom­mu­ni­zie­ren wir dann künf­tig? Von Revent­low zeigt auf eine ge­wöhn­li­che Bril­le und sagt: „So wird es in Zu­kunft aus­se­hen.“

Eine Bril­le? Das gab es doch schon ein­mal. Die hieß Goog­le Glass und schei­ter­te be­reits als Pro­to­typ. Sie hat­te eine zu ge­rin­ge Bat­te­riel­auf­zeit, wur­de am Kopf warm und sah viel zu ner­dig aus. Die Nut­zer von Goog­le Glass hie­ßen schnell „Glass­ho­les“. Da half es auch nicht, dass Goog­le-Co-Grün­der Ser­gey Brin auf ei­ner Kon­fe­renz im Fe­bru­ar 2013 fast ver­ächt­lich mit dem Smart­pho­ne ab­rech­ne­te. „Man steht her­um und reibt mit sei­nem Fin­ger über ein fla­ches Stück Glas.“

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 11/2016.