Perlentaucher

Das Märchen vom hässlichen Entlein

An der Börse sieht die BASF derzeit grau aus. Es spricht aber einiges dafür, dass sie bald wieder glänzt.

Ge­org von Wall­witz ist Ver­mö­gens­ver­wal­ter, Fonds­ma­na­ger und Buch­au­tor.

Im Mär­chen vom häss­li­chen Ent­lein ge­rät das Ei ei­nes Schwans in ein En­t­en­nest. Weil der jun­ge Schwan groß, grau und toll­pat­schig ist, wird er von sei­nen ver­meint­li­chen Art­ge­nos­sen ver­spot­tet und ver­fällt in eine De­pres­si­on. Am Ende wird der graue Vo­gel zum schöns­ten Schwan auf dem See.

Mich er­in­nert An­der­sens Mär­chen an die BASF. Groß ge­wor­den in ei­ner Schar stol­zer, schi­cker Che­mie­kon­zer­ne in den Rhein-Main-Ge­wäs­sern. Der vor­letz­te sei­ner Art. Nur Bay­er ist noch da, droht sich aber ge­ra­de selbst zu ver­schlu­cken. Die Ba­di­sche Ani­lin- & Soda-Fa­brik ist da­ge­gen noch ganz bei sich selbst. Stets galt der Kon­zern als häss­li­cher Vo­gel, weil er sich auf das we­nig at­trak­ti­ve, oft mar­gen­schwa­che Che­mie­ge­schäft be­schränk­te, ein fürs gro­ße Pu­bli­kum eher grau­es Busi­ness.

Die BASF ist ein klas­si­scher Zu­lie­fe­rer für die Kon­sum­gü­ter­in­dus­trie. Und so steckt sehr viel BASF in dem, was wir täg­lich an­fas­sen (Kunst­stof­fe), an­se­hen (Far­ben) und es­sen (Saat­gut).

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 11/2016.