Abends im

„The Harbour Club“, Valletta

Ein umgebautes Lagerhaus von 1712 ist Maltas neuer Hotspot – selbst im Winter isst man draußen.

Ziem­lich kühn, was Ar­chi­tekt Ren­zo Pia­no ("The Shard“, Pots­da­mer Platz) in Val­let­ta ent­wor­fen hat: das neue Stadt­tor aus rie­si­gen Kalk­stein­plat­ten, das neue Par­la­ment und das Frei­licht­thea­ter Pjaz­za Tea­tru Rjal. Val­let­ta, kleins­ter Re­gie­rungs­sitz der EU (7000 Ein­woh­ner) und Kul­tur­haupt­stadt 2018, konn­te die op­ti­sche Auf­fri­schung ge­brau­chen. Lan­ge ver­fie­len die al­ten Stadt­häu­ser der trut­zi­gen Fes­tung des Mal­te­ser­or­dens. Jetzt ha­ben die jun­gen Krea­ti­ven den Ort wie­der­ent­deckt. MTV fei­ert hier gern lan­ge Par­ty­näch­te, vor Kur­zem trat Lady Gaga auf. Bald sol­len Start-ups und De­si­gner in die her­un­ter­ge­kom­me­nen Schlacht­häu­ser der Old Mint Street ein­zie­hen.

Wer sich aus­kennt, geht abends in den „Har­bour Club“, wenn die Kreuz­fahrt­schif­fe ab­ge­legt ha­ben. Dann ist Val­let­ta wun­der­schön. Es ist noch nicht lan­ge her, da galt die Wa­ter­front als schä­bi­ges Dock­ge­län­de. Heu­te reiht sich ein mo­der­nes Re­stau­rant ans an­de­re.

Den „Har­bour Club“ könn­te man da­bei glatt über­se­hen. Ein La­ger­haus von 1712, das Mal­tas Shoo­ting­star, Chris Brif­fa, um­ge­baut hat: in ein Re­stau­rant, ei­nen Jazz­klub und eine Bar auf drei Eta­gen. Au­ßen ha­ben 84 Gäs­te Platz, drin­nen nur 54. Vie­le Ein­hei­mi­sche. Weiß ge­tünch­te Wän­de, das Holz der Bar und die Wen­del­trep­pe stam­men von ei­nem ame­ri­ka­ni­schen Schiff. Man isst lang­sam ge­gar­tes Lamm mit Rot­wein­jus, ge­ba­cke­nen Red Snap­per und wei­ßes Scho­ko­la­den­mous­se mit Pfir­sich. Selbst im Win­ter kann man in Val­let­ta noch drau­ßen sit­zen. Denn es liegt auf der Höhe Afri­kas. Und manch­mal weht so­gar der rote Wind der Sa­ha­ra her­über. 1

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 11/2016.