WAS MACHT EIGENTLICH ...

Dieter Ammer?

Als Angeklagter trat der Conergy-Mitgründer über Jahre öffentlich kaum auf. Jetzt kann er endlich als Investor durchstarten.

Ein biss­chen ver­bit­tert klingt Die­ter Am­mer (65) schon, aber auch er­leich­tert. „Nach fast sie­ben Jah­ren kann end­lich ein sehr schwie­ri­ges Ka­pi­tel in mei­nem Le­ben ab­ge­schlos­sen wer­den“, schrieb er am 28. Ok­to­ber 2015. Es war der Tag, als ihn das Land­ge­richt Ham­burg vom Vor­wurf des In­si­der­han­dels und der Bi­lanz­fäl­schung beim So­lar­un­ter­neh­men Co­n­er­gy frei­sprach.

Der Ex-Co­n­er­gy-Auf­sichts­rats­vor­sit­zen­de übt in dem Brief an sei­ne „lie­ben Freun­de“ auch Kri­tik an der Staats­an­walt­schaft: Un­ter an­de­rem hät­ten sich die Ver­neh­mun­gen pha­sen­wei­se am Ran­de der Er­pres­sung be­wegt, so Am­mer, „und al­les zog sich un­er­träg­lich lan­ge hin“.

Das Ver­fah­ren be­gann 2008, spä­ter däm­mer­ten die Ak­ten vier Jah­re lang vor sich hin, ohne dass sich je­mand dar­um küm­mer­te. Am­mer, der alle sei­ne öf­fent­li­chen Man­da­te ab­ge­ge­ben hat­te, nutz­te die Zeit für den Aus­bau sei­nes pri­va­ten Fir­men­netz­werks: „Ich habe die ge­sam­te En­er­gie in mei­ne Un­ter­neh­men hin­ein­ge­steckt, es war wie ein Ven­til.“

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 2/2016.