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Kopf & Kragen

Hennes & Mauritz Der schwedische Modefilialist, einst viel bewunderter Pionier, ist zum Nachzügler geworden. Die Marke hat ihre Coolness verloren, die Kunden wechseln zur Konkurrenz.

Jedes Jahr im Mai ma­chen sich mehr als 1000 Schwe­den auf zu ei­nem Kaf­fee­kränz­chen, das sich Haupt­ver­samm­lung nennt. Man trifft sich beim Mo­de­un­ter­neh­men Hen­nes & Mau­ritz (H&M), un­weit der Zen­tra­le in Stock­holm. Die Herr­schaf­ten drän­gen sich schon eine Stun­de vor Be­ginn im Foy­er der Er­ling-Pers­son-Hal­le und grei­fen zu Kaf­fee und Rha­bar­ber­ku­chen.

Drin­nen im Saal reißt der Ta­gungs­lei­ter Witz­chen, das Pu­bli­kum lacht und ap­plau­diert. Ge­spro­chen wird nur Schwe­disch; nicht ein­mal eine Agen­da auf Eng­lisch hält der bör­sen­no­tier­te Welt­kon­zern pa­rat.

Egal. Denn um was im­mer es geht, um die Di­vi­den­de oder die Ent­las­tung des Ver­wal­tungs­rats, stets er­tönt aus dem Au­di­to­ri­um laut­star­kes Ein­ver­ständ­nis. Hand­zei­chen oder Stimm­kar­ten gibt es nicht. Wozu auch? Mit ei­nem „Nej“ (Nein) rech­net oh­ne­hin nie­mand.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 6/2016.