Magisches Viereck

It's the Arbeits­markt, stupid!

Wir vergeuden Wachstum, weil wir unsere Schaffenskraft nicht ordentlich nutzen. Das ist fahrlässig.

Hen­rik Mül­ler ist Pro­fes­sor für wirt­schafts­po­li­ti­schen Jour­na­lis­mus an der Tech­ni­schen Uni­ver­si­tät Dort­mund.

Die Pa­nik schwingt im­mer noch nach. Jahr­zehn­te­lang be­herrsch­te die Angst vor Ar­beits­lo­sig­keit die Köp­fe im Land: im­mer mehr Men­schen ohne Job, ge­sell­schaft­lich aus­ge­grenzt, die So­zi­al­kas­sen über­for­dert. Mal war die Ent­wick­lung bes­ser, mal schlech­ter. Gut war sie nie.

Die Lage hat sich fun­da­men­tal ge­bes­sert. Den­noch starrt die deut­sche Öffent­lich­keit nach wie vor Mo­nat für Mo­nat auf die Er­werbs­lo­sen­sta­tis­tik, stets in Sor­ge, der Po­si­tiv­trend kön­ne wie­der kip­pen. Da­bei ist der Ar­beits­markt längst zu ei­nem gra­vie­ren­den öko­no­mi­schen Eng­pass ge­wor­den ist.

Im­mer mehr Jobs blei­ben un­be­setzt (sie­he Gra­fik). In­zwi­schen sind bei den Un­ter­neh­men rund eine Mil­li­on Stel­len va­kant. Ein volks­wirt­schaft­li­ches Hemm­nis son­der­glei­chen. Denn ge­wach­sen ist die deut­sche Wirt­schaft zu­letzt nur da­durch, dass sie im­mer mehr Men­schen be­schäf­tig­te – die Zahl der Werk­tä­ti­gen liegt heu­te bei knapp 44 Mil­lio­nen. An­de­re Wachs­tums­fak­to­ren hin­ge­gen blei­ben schwach: Die Fir­men in­ves­tie­ren we­ni­ger als frü­her, die Pro­duk­ti­vi­tät steigt kaum noch.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 7/2016.