Unternehmen

Ein Liebhaber des Halbschattens

Deutsche Bank Der wichtigste Kapitalgeber des Konzerns ist ein Meister dubioser Geschäfte. Ein Porträt des Kataris, der seinen Einfluss beim angeschlagenen Geldhaus ausbaut – und es in der Hand hat.

Tür­öff­ner Bei sei­nen In­vest­ments hält sich HBJ meist im Hin­ter­grund. Für die Deut­sche Bank hat er zwei In­si­der en­ga­giert.

Hamad Bin Jas­sim Bin Ja­bor Al-Tha­ni (57; ge­nannt HBJ) be­schäf­tigt re­gel­mä­ßig die Fan­ta­sie der Deut­sche-Bank-Ma­na­ger, ge­le­gent­lich aber auch die Ge­rich­te. Im Früh­ling 2016 be­riet der Lon­do­ner High Court über den stein­rei­chen Groß­ak­tio­när des noch im­mer wich­tigs­ten deut­schen Bank­hau­ses.

Ein Mit­glied der pro­mi­nen­ten ka­ta­ri­schen Fa­mi­lie Al-At­tiya, zu­gleich bri­ti­scher Staats­bür­ger und da­her in Lon­don kla­ge­be­rech­tigt, warf HBJ vor, sei­ner Sip­pe in Ka­tar Land ab­ge­presst zu ha­ben; so­gar von Fol­ter war die Rede. Rich­ter Ni­cho­las Bla­ke möge HBJ des­sen di­plo­ma­ti­schen Sta­tus ab­spre­chen, um er­mit­teln zu kön­nen. Schließ­lich sei Al-Tha­ni seit sei­ner De­mis­si­on als Pre­mier 2013 nur noch als Ge­schäfts­mann tä­tig.

Judge Bla­ke sah das ähn­lich: HBJ ge­bie­te über Ver­mö­gen von „un­vor­stell­ba­rem Wert“ und be­zeich­ne sich selbst öf­fent­lich als Ge­schäfts­mann. Sein Sta­tus als Di­plo­mat sei ei­gent­lich nicht ge­recht­fer­tigt.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 1/2017.