NAMEN UND NACHRICHTEN

Hiesingers Handstreich

THYSSENKRUPP Interne Berechnungen beziffern die Vorteile der geplanten Stahlfusion.

STAND­HAFT Hie­sin­ger ist zu­ver­sicht­lich, sei­nen Plan durch­set­zen zu kön­nen

Kri­ti­ker hal­tenHein­rich Hie­sin­ger (57) der­zeit gern vor, er agie­re „mit Scheu­klap­pen“. Tat­säch­lich zeigt sich zu­neh­mend, dass der Thys­sen­Krupp-Chef mit gro­ßer Stur­heit ge­seg­net ist. Seit bald zwei Jah­ren treibt der Bau­ern­sohn den Zu­sam­men­schluss des ver­blie­be­nen deut­schen Stahl­ge­schäfts sei­nes Kon­zerns mit dem eu­ro­päi­schen Ab­le­ger der in­di­schen Tata-Steel-Grup­pe so ver­bis­sen vor­an, als hät­te er kei­ne an­de­re Wahl. Und vor­aus­sicht­lich wird es auch noch zwei, drei wei­te­re Jah­re dau­ern, das Vor­ha­ben um­zu­set­zen.

Wenn es über­haupt zu­stan­de kommt. Denn die deut­sche Stahl­be­leg­schaft und neu­er­dings auch der ak­ti­vis­ti­sche Groß­ak­tio­när Ce­vi­an (gut 18 Pro­zent) stem­men sich ve­he­ment ge­gen die deutsch-in­di­sche Al­li­anz.

Al­ler­dings hat Hie­sin­ger gute Grün­de, stand­haft zu blei­ben. Sein Plan scheint hand­fes­te Vor­tei­le ge­gen­über den an­de­ren Op­tio­nen zu ha­ben. Dies be­le­gen Be­rech­nun­gen, die von haus­ei­ge­nen Ab­tei­lun­gen für Hie­sin­ger und Fi­nanz­chef Gui­do Kerk­hoff (49) er­stellt wur­den, ge­gen­ge­checkt von der In­vest­ment­bank Roth­schild.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 10/2017.