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Motorschaden

CARRERA Seit dem Tod des Patriarchen läuft es beim Spielzeughersteller nicht mehr rund.

AM DRÜCKER An­dre­as Stadl­bau­er sagt, er sei in ein Ben­zin­fass ge­fal­len

Eigent­lich dreht sich bei Stadl­bau­er al­les um Ge­schwin­dig­keit. Schon die Zu­fahrt zur im­po­san­ten Fir­men­zen­tra­le im ös­ter­rei­chi­schen Puch bei Salz­burg gleicht ei­ner Pis­te für PS-Jun­kies. Pas­sen­de An­schrift: Renn­bahn Al­lee 1.An­dre­as Stadl­bau­er (50), Chef des Car­re­ra-Her­stel­lers, sagt gern über sich: „Obe­lix ist in den Zau­ber­trank ge­fal­len, bei mir war es das Ben­zin­fass.“ Ein Schluck Zau­ber­trank täte in­des auch dem Car­re­ra-Pi­lo­ten gut, denn seit dem Tod von Va­ter Die­ter fehlt es dem Spiel­wa­ren­her­stel­ler (rund 120 Mil­lio­nen Euro Um­satz) an Kraft.

Die­ter Stadl­bau­er war für die schick­sals­ge­beu­tel­te Car­re­ra-Ge­mein­de ein Er­lö­ser. Nach der Plei­te 1985, dem Frei­tod des Für­ther Er­fin­ders Her­mann Neu­hierl und der Ver­haf­tung des neu­en Ei­gen­tü­mers (we­gen Steu­er­be­trugs) schlug der pro­mo­vier­te Ju­rist 1999 zu und er­warb Car­re­ra. Als Ver­triebs­part­ner für Öster­reich hat­te Stadl­bau­er die Tra­gö­die haut­nah mit­er­lebt. Er be­hob die Qua­li­täts­pro­ble­me, be­ru­hig­te die Fans und be­geis­ter­te den Nach­wuchs. Bis zu sei­nem Tod im April 2015 führ­te der da­mals 73-Jäh­ri­ge das Re­gi­ment. Nun ste­hen sei­ne Kin­der vor ei­nem schwe­ren Erbe. Pech, stra­te­gi­sche Feh­ler und App­le ha­ben Car­re­ra zu­ge­setzt.

2013 be­trat Tim Cook (56) die Büh­ne der App­le-Ent­wick­ler­kon­fe­renz WWDC und schwärm­te von ei­ner „ab­so­lu­ten Neu­heit auf dem Ge­biet der künst­li­chen In­tel­li­genz und Ro­bo­tik“. We­nig spä­ter lie­ßen zwei Nerds drei Au­tos auf ei­ner klei­nen Mat­te krei­sen. Die Büh­ne für Anki Over­dri­ve war be­rei­tet. Das US-Start-up hat Mi­ni­renn­au­tos ent­wi­ckelt, die sich per Smart­pho­ne len­ken las­sen und mehr kön­nen, als nur stur die Bahn ent­lang­zu­ra­sen.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 10/2017.