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Tote Hose

GARDEUR Die Traditionsfirma braucht frisches Kapital.

TAP­FE­RE SCHNEI­DER­LEIN Gar­deur-Chef Ger­hard Kränz­le (l.) und De­si­gner Tho­mas Rath

Ein Blick auf die On­line­sei­ten von Kauf­hof und Kar­stadt zeigt, war­um es dem Ho­sen­her­stel­ler Gar­deur so schlecht geht. Die Ware wirkt ein we­nig aus der Zeit ge­fal­len: Ocker, Mint, Rost­braun, die Schnit­te we­nig ori­gi­nell. Da­mit sie die Ho­sen über­haupt los­wer­den, wer­ben die Kauf­häu­ser mit Preis­ab­schlä­gen von bis zu 60 Pro­zent.

Die Schief­la­ge von Gar­deur konn­ten die Mit­ar­bei­ter spä­tes­tens im Som­mer er­ah­nen, als sie ei­nen Aus­hang in der Mön­chen­glad­ba­cher Zen­tra­le la­sen. Die Aus­zah­lung der Ge­häl­ter kön­ne sich ver­zö­gern, warn­te das Ma­nage­ment. Die Gel­der sind dann doch ei­ni­ger­ma­ßen pünkt­lich ein­ge­trof­fen, aber wer weiß, wie lan­ge noch?

Als Ger­hard Kränz­le (54) die Ge­schäfts­füh­rung 2010 über­nahm, war das Tra­di­ti­ons­haus be­reits ein Sa­nie­rungs­fall. Kränz­le kauf­te der Mit­tel­stand­s­hol­ding Cap­cel­lence, eine Toch­ter der HSH Nord­bank, 51 Pro­zent der An­tei­le ab, 49 Pro­zent gin­gen an die NRW.Bank. Die Ei­gen­tü­mer ver­sorg­ten ihre Neu­er­wer­bung mit acht Mil­lio­nen Euro fri­schem Ka­pi­tal – es half al­les nichts.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 10/2017.