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Digitale Dunkelheit

LIDL Die Kochbox-Tochter verbrennt Geld und stagniert.

ANA­LOG Kon­zern­chef Geh­rig will nicht mit Ama­zon kon­kur­rie­ren

Mit dem Raus­wurf von Lidl-CEO Sven Sei­del (43) hat Kon­zern­chef Klaus Geh­rig (69) die Di­gi­tal­ab­tei­lung gleich mit ra­siert – die ent­schei­den­den Köp­fe ha­ben das Un­ter­neh­men ver­las­sen, Lie­fer­dienst­plä­ne wur­den erst ein­mal ge­stoppt. Wäh­rend Ama­zon mit al­ler Macht in den On­li­ne­le­bens­mit­tel­han­del drängt, tritt Lidl den Rück­zug an. Übrig ge­blie­ben ist al­lein der Koch­box­dienst Koch­zau­ber, der Zu­ta­ten mit Re­zep­ten ver­schickt. Auch Ama­zon ver­sucht sich an dem Mo­dell, die Ro­cket-In­ter­net-Toch­ter Hello­Fresh, deut­scher Markt­füh­rer, drängt an die Bör­se. Bei Lidl funk­tio­niert das Ge­schäft in­des gar nicht. Das 2015 aus der Plei­te über­nom­me­ne Start-up sucht im­mer noch nach ei­nem Ge­schäfts­mo­dell.

In­si­der be­rich­ten, dass die Ver­lus­te mit et­li­chen Mil­lio­nen Euro im ver­gan­ge­nen Jahr ähn­lich hoch wie der Um­satz ge­we­sen sei­en. Das ist nicht un­üb­lich in ei­nem sol­chen Wachs­tums­ge­schäft, viel schlim­mer ist, dass die Er­lö­se nicht stei­gen. Der Dis­coun­ter schei­tert an der Neu­kun­den­ge­win­nung zu ver­nünf­ti­gen Prei­sen.

Bei Lidl hof­fen sie nun, durch den Ver­kauf der Koch­bo­xen in den Fi­lia­len güns­ti­ger an Neu­kun­den zu kom­men – und an zah­lungs­kräf­ti­ge­re Kund­schaft durch eine Ex­pan­si­on in die Schweiz.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 10/2017.