VORWÄRTS IMMER!

Wir müssen endlich aufrüsten

Digitalisierung und Vernetzung bedrohen öffentliche und private Sicherheit. Es wird Zeit, das ernst zu nehmen.
Von Christoph Bornschein

Erin­nern Sie sich noch an den An­griff auf Sie­mens im Jahr 2010? Sei­ner­zeit in­fi­zier­te ein Vi­rus, des­sen Her­kunft bis heu­te un­ge­klärt ist, in­dus­tri­el­le Pro­duk­te des Kon­zerns und füg­te sei­nen Kun­den emp­find­li­chen Scha­den zu. Es folg­te eine brei­te Dis­kus­si­on über die Si­cher­heit deut­scher In­dus­trie­an­la­gen und wel­che Ri­si­ken die ver­netz­te Ge­sell­schaft mit sich brin­ge.

Ei­gent­lich ging es da­mals um den Stux­net-An­griff auf das Atom­pro­gramm des Iran. Doch der war letzt­lich auch ein An­griff auf Sie­mens, auf das, was wir heu­te un­ter In­dus­trie 4.0 ver­ste­hen.

SIE HAL­TEN DIE­SE IN­TER­PRE­TA­TI­ON FÜR WEIT HER­GE­HOLT? Ich nicht. „Cy­ber­war!“ und zi­vi­le Netz­werk­si­cher­heit fin­den bei uns zu­meist in ge­trenn­ten Uni­ver­sen statt. Baut die Bun­des­wehr eine Cy­ber­ar­my auf, dann tut sie das, um die Bun­des­wehr zu schüt­zen. An­grif­fe auf die zi­vi­le In­fra­struk­tur fal­len nicht in ihre Zu­stän­dig­keit. In­dus­trie und An­wen­der sind für die Cy­ber­ar­my erst ein­mal nicht re­le­vant.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 10/2017.