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DIE METHODEN DES MONSIEUR TRICOIRE

MANAGEMENT Wie bringt man einen Industriekonzern zu neuer Blüte? Den besten Job hat da im vergangenen Jahrzehnt der Chef von Schneider Electric gemacht. Von seiner Art der Führung kann man lernen.

SPOT ON Schnei­der Electrics CEO Jean-Pas­cal Tri­coi­re ist ein lei­den­schaft­li­cher En­er­gie­opti­mie­rer

Wir star­ten gleich mal mit ein paar Fra­gen. Wer kennt den Chef ei­nes der tra­di­ti­ons­reichs­ten eu­ro­päi­schen Kon­zer­ne mit ei­nem Bör­sen­wert von mehr als 40 Mil­li­ar­den Euro und 144 000 Mit­ar­bei­tern? Den Mann, der Um­satz und Ge­winn in elf Jah­ren mehr als ver­dop­pelt hat? Der den wahr­schein­lich glo­bals­ten Vor­stand über­haupt führt? Kei­ne Ah­nung?

Voilà: Jean-Pas­cal Tri­coi­re (54) be­sucht an die­sem hei­ßen Som­mer­tag die Pa­ri­ser Zen­tra­le, ein rauch­glas­ver­klei­de­ter Bü­ro­kom­plex, der nur des­halb eine Er­wäh­nung ver­dient, weil er, an ei­ner Au­to­bahn ge­le­gen, nur ge­mie­tet ist und da­mit die Hei­mat­lo­sig­keit des Kon­zerns Schnei­der Electric wi­der­spie­gelt. Der drah­ti­ge Mann, kurz ge­scho­re­nes Haar, scharf ge­schnit­te­nes Ge­sicht, ge­win­nen­des Lä­cheln, ist ganz of­fen­sicht­lich ein lei­den­schaft­li­cher Op­ti­mie­rer. Am lin­ken Hand­ge­lenk trägt er eine GPS-Sportuhr von Su­un­to, die Leis­tun­gen in al­len gän­gi­gen Sport­ar­ten auf­zeich­nen kann. Sei­ne Fit­bit am rech­ten Hand­ge­lenk misst die Kör­per­funk­tio­nen, bis hin zum Schlaf.

Auch das Bü­ro­ge­bäu­de wirkt su­per­ef­fi­zi­ent: Je­der Mit­ar­bei­ter bis zum CEO trägt ein Badge um den Hals, das mit dem En­er­gie­ma­nage­ment­sys­tem des Ge­bäu­des ver­netzt ist. Da­mit er­kennt es, wel­che Räu­me ge­ra­de wie ge­nutzt wer­den, und passt Be­leuch­tung und Be­lüf­tung an. Vie­le Gän­ge sind so schmal, dass zwei Leu­te ge­ra­de so an­ein­an­der vor­bei­kom­men.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 10/2017.