MAGISCHES VIERECK

Bye-bye Marktwirt­schaft

Digitalisierung und Energiewende drücken viele Grenzkosten gen null. Dem Staat kommt damit eine deutlich stärkere Rolle zu.
Von Henrik Müller

Las­sen Sie sich bit­te ei­nen Mo­ment auf ein Ge­dan­ken­ex­pe­ri­ment ein. Stel­len Sie sich vor, wir le­ben im Jahr 2035. Sie sit­zen in ei­nem selbst­fah­ren­den Taxi mit Elek­tro­an­trieb, der Strom stammt weit­ge­hend aus Wind- und Son­nen­en­er­gie. Wie viel wird Sie die­se Fahrt pro Ki­lo­me­ter kos­ten?

In ei­nem halb­wegs nor­mal funk­tio­nie­ren­den Markt soll­te der Fahr­preis nicht zu weit über dem an­fal­len­den Auf­wand lie­gen. In ei­nem heu­ti­gen Taxi (mit Fah­rer und Ver­bren­nungs­mo­tor) set­zen sich die „Grenz­kos­ten“ über­wie­gend aus Ar­beits­lohn und Treib­stoff zu­sam­men. Ein Ki­lo­me­ter kos­tet rund zwei Euro.

Im Taxi der Zu­kunft muss we­der für Lohn noch Treib­stoff be­zahlt wer­den. Die Grenz­kos­ten der Pro­duk­ti­on sind folg­lich sehr nied­rig. Ent­spre­chend soll­te auch der Preis stark sin­ken.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 10/2017.