GELDANLAGE FÜR ... HEDONISTEN

Schon einen Man Ray in der Sammlung?

Das Museum of Modern Art verkauft erstklassige Fotografien bei Christie's – und zwar günstig.

UNI­KAT Ob­jek­te auf Fo­to­ma­te­ri­al form­ten die­sen Rayo­gra­phen von 1928

Wahn­sinn, Crash, Er­ho­lung: Der Kunst­markt hat eine mus­ter­gül­ti­ge Spe­ku­la­ti­ons­ma­nie hin­ter sich. Nach dem Preis­sturz um 21 Pro­zent bei Nach­kriegs- und Ge­gen­warts­wer­ken im ver­gan­ge­nen Jahr stei­gen die Prei­se nun wie­der, wie im mm-Kunst­in­dex pro­phe­zeit (mm 5/​2017). Im ers­ten Halb­jahr ver­teu­er­te sich Con­tem­pora­ry Art um 14 Pro­zent, die Um­sät­ze klet­ter­ten welt­weit um 7,1 Pro­zent, mit star­kem Ost-West-Ge­fäl­le.

Wäh­rend der Markt in den USA boomt (plus 30 Pro­zent) und auch in Groß­bri­tan­ni­en kräf­tig an­zieht (12 Pro­zent), platzt die Spe­ku­la­ti­ons­bla­se in Chi­na ge­ra­de (mi­nus 15 Pro­zent). Ins­ge­samt dürf­ten Prei­se und Um­sät­ze wei­ter stei­gen, denn die wohl­ha­ben­den In­ves­to­ren ver­fü­gen nach wie vor über viel Ka­pi­tal und we­nig An­la­ge­al­ter­na­ti­ven.

Wer in die Ral­lye ein­stei­gen will, er­hält da­für meh­re­re Ge­le­gen­hei­ten: Das Mu­se­um of Mo­dern Art (MoMA) in New York hat Chris­tie's mit dem Ver­kauf von 400 Fo­to­gra­fi­en aus sei­ner Samm­lung be­traut, die in acht Auk­tio­nen bis April 2018 ver­stei­gert wer­den sol­len. Dar­un­ter kunst­his­to­risch wich­ti­ge Wer­ke von Man Ray, Hen­ri Car­tier-Bres­son, Al­fred Stieg­litz, Con­stan­tin Brân­cuşi und An­sel Adams. Der MoMA-Be­schluss, zu ver­kau­fen, ist kein Ma­kel: Das Haus be­sitzt vie­le Schen­kun­gen und kann da­her auch Erst­klas­si­ges ent­beh­ren.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 10/2017.