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Hochauf­lösend und unverzerrt

Ambarella liefert den Rohstoff für das selbstfahrende Auto.

Selbst ge­dreh­te Ac­tion­fil­me ei­ner wag­hal­si­gen Ski­ab­fahrt oder ei­nes spek­ta­ku­lä­ren Gleit­schirm­flugs, die Bil­der ge­sto­chen scharf, ge­filmt mit ei­ner auf den Helm mon­tier­ten Ka­me­ra. Ohne das Chip­de­sign der Si­li­con-Val­ley-Fir­ma Am­ba­rel­la wä­ren sol­che Bil­der mit un­an­sehn­lich grau flim­mern­den Strei­fen über­zo­gen, sie wä­ren un­scharf, die Per­spek­ti­ve schief. Ge­ra­de so, als ob sie aus den Über­wa­chungs­film­schnip­seln ei­nes Park­hau­ses zu­sam­men­ge­schnit­ten wor­den wä­ren.

Erst die Tech­no­lo­gie der Ka­li­for­ni­er sorgt da­für, dass die Bil­der un­ver­zerrt, hoch­auf­lö­send und ru­ckel­frei ge­spei­chert und an­schlie­ßend kom­pri­miert ge­sen­det wer­den kön­nen. Die An­wen­dungs­mög­lich­kei­ten sind gren­zen­los. Im Kern aber ist Am­ba­rel­la eine Wet­te auf die Zu­kunft der Au­to­in­dus­trie. Schon heu­te wer­den die Chips der Ame­ri­ka­ner für In­nen- und Au­ßen­spie­gel so­wie für Fahr- und Par­kas­sis­tenz­sys­te­me ver­baut. Das selbst­fah­ren­de Auto muss noch mit ei­ner un­gleich hö­he­ren Zahl von Sen­sor- und Ka­me­ra­sys­te­men aus­ge­stat­tet sein.

Von die­ser Zu­kunft ist bei Am­ba­rel­la heu­te al­len­falls der Nu­kle­us zu se­hen. 700 Mit­ar­bei­ter, 310 Mil­lio­nen Dol­lar Um­satz, 58 Mil­lio­nen Ge­winn, 455 Mil­lio­nen Ei­gen­ka­pi­tal. Zu­letzt gin­gen die Zah­len et­was zu­rück, weil das Ge­schäft mit den Sport­ka­me­ras durch­hing.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 10/2017.