ABENDS IM

„Babylonstoren“, bei Paarl

Elegant, idyllisch, lecker – die Farm in Südafrikas Winelands könnte auch in der Provence liegen.

DAS WAR EIN­MAL EIN KUH­STALL Die Ein­rich­tung: wie frisch aus dem In­te­ri­or-Ma­ga­zin. Die Ge­rich­te: wie Ge­mäl­de al­ter hol­län­di­scher Meis­ter.

Idyl­li­scher, fri­scher kann man in den Wi­ne­lands nicht es­sen als im „Ba­bel“, dem Re­stau­rant des Farm­ho­tels „Ba­by­lonsto­ren“. Das Re­stau­rant war mal ein Kuh­stall, ist aber eher ele­gant als rus­ti­kal: weiß, mo­dern, viel Glas, ge­kalk­te Wän­de, man sitzt auf schlich­ten Stüh­len an Holz­ti­schen – und auf dem Tel­ler lan­det vie­les frisch vom Feld: „Farm to fork“ heißt das Prin­zip.

So his­to­risch das Am­bi­en­te, so mo­dern die Kü­che: Im afri­ka­ni­schen Win­ter steht si­zi­lia­ni­sche Blu­to­r­an­ge auf der Kar­te, Lamm­ko­te­lett mit Quit­te, rosa Pfef­fer, Zi­tro­nen­salz, ge­rös­te­ter Schwei­ne­bauch mit Gua­ve, Gran­ny-Smith-Ap­fel und schwar­zem Knob­lauch, zum Des­sert Süß­sau­res, wei­ße Scho­ko­la­den­ter­ri­ne mit Grün­kohl, Li­mo­ne und Pas­si­ons­frucht­salz.

Die Farm am Fuß des Si­mons­bergs ge­hör­te im 17. Jahr­hun­dert der Dutch East In­dia Com­pa­ny, heu­te ist sie im Be­sitz von Koos Bek­ker, dem Ted Tur­ner Afri­kas (viertreichs­ter Süd­afri­ka­ner, Nas­pers Chair­man), und sei­ner Frau Ka­ren Roos, ehe­ma­li­ge Her­aus­ge­be­rin von Süd­afri­kas „Elle De­co­ra­ti­on“, das sieht man den 13 Reet­dach­farm­häu­sern im ka­phol­län­di­schen Stil an: glä­ser­ne Kü­chen, frei ste­hen­de Ba­de­wan­nen, Him­mel­bet­ten, schi­cke Lam­pen, Ka­min. Drau­ßen lau­fen Trut­häh­ne vor­bei.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 10/2017.