KAUFHOF

Schatten­wirt­schaft

KAUFHOF Weil die Konzernmutter dreist in die Kasse greift, soll jetzt die Belegschaft zahlen.

Eigent­lich war ein Rou­ti­ne­ge­spräch ter­mi­niert. Für den Nach­mit­tag des 9. Ok­to­ber hat­te die Ge­werk­schaft Ver­di die Re­prä­sen­tan­ten der kri­seln­den Wa­ren­haus­ket­te Ga­le­ria Kauf­hof nach Ber­lin ge­be­ten. The­ma soll­te die All­ge­mein­ver­bind­lich­keit von Ta­rif­ver­trä­gen sein, ein zen­tra­les An­lie­gen der Ge­werk­schaf­ter.

Doch die Kauf­hof-Leu­te hat­ten ex­akt das Ge­gen­teil im Sinn: den Aus­stieg aus der Flä­chen­bin­dung – und statt­des­sen den Ab­schluss ei­nes Sa­nie­rungs­ta­rif­ver­trags. Die rund 20 000 Kauf­hof-Mit­ar­bei­ter in Deutsch­land sol­len in den nächs­ten drei Jah­ren mehr ar­bei­ten, aber we­ni­ger ver­die­nen. 60 bis 100 Mil­lio­nen Euro will Ga­le­ria jähr­lich an Per­so­nal­kos­ten ein­spa­ren.

Wenn Ver­di sich quer­stel­le, so das im Raum ste­hen­de Sze­na­rio, kön­ne die Toch­ter des ka­na­di­schen Kon­zerns Hud­son's Bay Com­pa­ny (HBC) ge­zwun­gen sein, meh­re­re Tau­send Ar­beits­plät­ze ab­zu­bau­en.

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