SIEMENS

Schließen, kappen, kürzen

SIEMENS Joe Kaeser bereitet einen Kahlschlag in der Kraftwerkssparte vor – auch in Deutschland.

Nach der Bun­des­tags­wahl gab Joe Ka­e­ser (60) mal wie­der den Staats­mann. Der „ful­mi­nan­te“ Auf­stieg der AfD sei „auch eine Nie­der­la­ge der Eli­ten in Deutsch­land“, ana­ly­sier­te der Sie­mens-Chef. Für den Zu­sam­men­halt der Ge­sell­schaft sei es ent­schei­dend, Men­schen ein­zu­bin­den und ih­nen Per­spek­ti­ven zu ge­ben.

Im ei­ge­nen Haus kam das nicht über­all gut an. „Sonn­tags­re­den“ sei­en das, wur­de ge­läs­tert. Zu­mal Ka­e­ser für eine der größ­ten und jah­re­lang er­trags­stärks­ten Spar­ten, den Kraft­werks­bau mit 16 Mil­li­ar­den Euro Um­satz und 48 700 Mit­ar­bei­tern, ei­nen Kahl­schlag vor­be­rei­tet.

Das Ge­schäft steckt fest. Die letz­te Gas­tur­bi­ne für das mil­li­ar­den­schwe­re Me­ga­pro­jekt in Ägyp­ten, das Ka­e­ser 2015 per­sön­lich mit Staats­prä­si­dent Ab­del Fat­tah el-Sisi (62) aus­han­del­te, ist aus­ge­lie­fert. Die­se Son­der­kon­junk­tur hat bis­her über­deckt, dass seit über ei­nem Jahr viel zu we­nig Auf­trä­ge ein­ge­hen, um die Fa­bri­ken aus­zu­las­ten. Vor al­lem in Eu­ro­pa wer­den kaum noch Gas­kraft­wer­ke be­stellt; die Ver­sor­ger set­zen auf Wind- und Son­nen­strom.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 11/2017.