STEINHOFF

Bilanzhaie

STEINHOFF Wie der Möbelkonzern Anleger in die Irre führt.

Chris­to Wie­se (76) ist ein Meis­ter ver­stö­ren­der Bi­lanz-Zick­zacks. In die­sem Herbst woll­te der Groß­ak­tio­när und Chair­man des Mö­bel­rie­sen Stein­hoff (13,4 Mil­li­ar­den Euro Um­satz, 130 000 Be­schäf­tig­te) un­be­dingt sein süd­afri­ka­ni­sches Ge­schäft un­ter dem Na­men „Star“ an die Bör­se brin­gen, ge­führt in Per­so­nal­uni­on vom Stein­hoff-CFO Ben la Gran­ge (42), ei­nem ge­lern­ten Wirt­schafts­prü­fer. Al­lein: Nach­dem In­for­ma­tio­nen über ver­ne­bel­te Bi­lanz­struk­tu­ren und ei­nen auf­fäl­lig nied­ri­gen Cash­flow be­kannt ge­wor­den wa­ren (sie­he mm 9/​2017), stell­ten Ana­lys­ten und In­ves­to­ren dem MDax-Kon­zern grund­sätz­li­che Fra­gen.

Kon­kret ging es dar­um, wie ver­wo­ben Stein­hoff mit dem Schwei­zer Ve­hi­kel Cam­pi­on/ Ful­crum ist, das von Stein­hoffs Ex-Fi­nanz­mann Sieg­mar Schmidt (58) ge­führt wird. Der Kon­zern hat­te sei­nen ver­lust­rei­chen Kon­su­men­ten­kre­dit­fi­nan­zie­rer JDFS und den mies per­for­men­den Mar­ken­rech­te­inha­ber GT Bran­ding an das Ve­hi­kel ab­ge­ge­ben – un­ter Ge­wäh­rung von Kre­di­ten in drei­stel­li­ger Mil­lio­nen­hö­he. Zu­dem woll­ten die In­ves­to­ren wis­sen, ob in Stein­hoffs Kon­strukt Wirt­schafts­prü­fer Bi­lan­zen schon mal nur mit Ein­schrän­kung tes­tiert hät­ten.

Ha­ben sie nicht und nie­mals, schmet­ter­ten Wie­ses He­rol­de in ei­ner Mit­tei­lung vom 17. Sep­tem­ber – drei Tage vor dem ge­plan­ten „Star“-Bör­sen­gang. Der Käu­fer von JDFS sei eine „un­ab­hän­gi­ge drit­te Par­tei“. Und zu Cam­pi­on gebe es „kei­ne di­rek­te öko­no­mi­sche Be­zie­hung“.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 11/2017.