INTERVIEW

Weg mit dem „Wasserkopf“

INTERVIEW Lego-Boss Knudstorp sagt, wie er den Klötzchenriesen wieder nach oben bringen will.

AUS SPIEL WIRD ERNST Jør­gen Vig Knud­storp muss Lego er­neut sa­nie­ren

Der Ort ist pas­send ge­wählt. Jør­gen Vig Knud­storp (48) nimmt in der Ah­nen­ga­le­rie des Lego-Hau­ses am Fir­men­sitz in Bil­lund Platz. Der 23 Me­ter hohe Pa­last, der aus­sieht, als wäre er aus gi­gan­ti­schen Lego-Stei­nen zu­sam­men­ge­setzt, ist die neue Ka­the­dra­le des Kon­zerns, den der schmäch­ti­ge Däne An­fang des Jahr­tau­sends vor der Plei­te ret­te­te und auf ei­nen mär­chen­haf­ten Er­folgs­kurs führ­te. Kaum hat sich Knud­storp je­doch aus dem Ta­ges­ge­schäft zu­rück­ge­zo­gen, häu­fen sich die schlech­ten Nach­rich­ten aus Eu­ro­pas größ­tem Spiel­wa­ren­kon­zern.

MM Herr Knud­storp, war­um hat­ten Sie Ende ver­gan­ge­nen Jah­res plötz­lich das Ge­fühl, dass es an der Zeit ist, sich aus dem Ta­ges­ge­schäft zu­rück­zu­zie­hen?

JØRGEN VIG KNUD­STORP Ihre Wort­wahl trifft mich. Ich habe nicht das Ge­fühl, zu­rück­ge­tre­ten zu sein, ich spie­le le­dig­lich eine leicht an­de­re Rol­le. Ich bin noch im­mer den gan­zen Tag ein­ge­bun­den. Was ich heu­te tue, hat mich schon in mei­ner al­ten Rol­le die Hälf­te der Zeit ver­ein­nahmt. Durch die glo­ba­le Ex­pan­si­on ist das Ge­schäft kom­ple­xer ge­wor­den. Also woll­ten wir die Struk­tu­ren neu ord­nen und den Über­gang auf die vier­te Ge­ne­ra­ti­on der Fa­mi­lie Kris­ti­an­sen er­leich­tern. Dar­an ha­ben wir lan­ge ge­ar­bei­tet und im ver­gan­ge­nen De­zem­ber wa­ren wir dann so weit.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 11/2017.